Der HC Elbflorenz ist in der Vorbereitungsphase kein gutes Pflaster für den Bundesliga-Aufsteiger HSC 2000 Coburg. Am Donnerstagabend musste sich das Team von Coach Alois Mraz mit 28:30 (14:14) in der Ballsportarena Dresden geschlagen geben, bereits die zweite Niederlage gegen den Zweitligisten aus Sachsen innerhalb von nur drei Wochen. Bei Coburg traf Florian Billek mit sieben Treffern am besten, vergab allerdings zweimal vom Siebenmeterpunkt.

In der Abwehr machte dem HSC vor allem die physische Präsenz des 2,09-Meter-Manns Michal Kasal zu schaffen. Mraz' tschechischer Landsmann erzielte sechs Treffer für die Gastgeber. Dem Ex-Coburger Lukas Wucherpfennig gelangen vier Tore. "Mit dem Spiel können wir nicht zufrieden sein. Wir waren einige Male mit zwei Toren vorne und hatten die Chance, uns abzusetzen, aber haben dann Dresden mit technischen Fehlern oder verworfenen Bällen zu Tempogegenstößen eingeladen", resümierte Mraz.

HC Elbflorenz - HSC Coburg 30:28 (14:14)

Der HSC-Coach musste auf Drasko Nenadic (Probleme an der Patellasehne) verzichten und schickte zunächst Torhüter Konstantin Poltrum, Florian Billek, Pontus Zetterman, Pouya Norouzi Nezhad, Stepan Zeman, Andreas Schröder und Felix Sproß auf die Platte. Eine bis auf die Spielmacherposition eingespielte Mannschaft, die an dem Abend aber nur in wenigen Phasen als Kollektiv überzeugen konnte. "Wir wirkten von Beginn an im Angriff etwas verunsichert und haben nicht das abgerufen, was wir uns vorgenommen hatten. Die Abstimmung hat oft nicht gepasst", analysierte Mraz. Die Dresdener wirkten fokussierter und handlungsschneller und erarbeiteten sich ab der 20. Minute eine leichte Führung. Nach dem 14:14 zur Halbzeitpause schienen die Gäste das Geschehen besser in den Griff zu bekommen und packten auch in der Abwehr besser zu.

Doch nach dem 22:24 (45.) wurde das Coburger Angriffsspiel zusehends schlampiger: Fehlpass reihte sich an Fehlpass. Beim Stand von 29:28 musste Justin Kurch eine Zeitstrafe hinnehmen. Verfehlten die Sachsen zunächst noch das leere Tor aus der eigenen Hälfte, machten sie es im zweiten Versuch besser und holten den zweiten Sieg.

HSC 2000 Coburg: Poltrum, Kulhanek - Billek (7 Tore/2 Siebenmeter), Sproß (5), Zetterman (4), Pouya Norouzi Nezhad (4), Zeman (3), Kurch (2), Schröder (2), Neuhold (1), Preller, Mustafic, Knauer, Varvne, Schikora.