Der Re-Start in die Zweitliga-Saison ging schief: Mit 25:31 (11:15) unterlag der HSC 2000 Coburg gestern Abend beim Tabellenzweiten TV Bittenfeld sehr deutlich.
Viel Zeit zum Wundenlecken bleibt dem Team von Trainer Jan Gorr allerdings nicht, denn bereits übermorgen empfangen die "Gelb-Schwarzen" Spitzenreiter Leipzig. Es deutet alles daraufhin, dass die HUK-Arena dann mit 3500 Zuschauern wieder voll besetzt sein wird.
In Bittenfeld lief nicht viel. Nach gutem Beginn (8:5-Führung/15.) wurde die Mannschaft regelrecht überrollt. Dafür gab es sicher jede Menge Gründe, doch Fakt ist vor allem, dass sich die Mannschaft an diesem Abend einfach in vielen Belangen schwach präsentierte.

TV Bittenfeld gegen
HSC 2000 Coburg 31:25(15:11)

Wie erwartet musste der HSC 2000 auf Matthias Gerlich wegen einer Daumenverletzung verzichten.
Auch Steffen Coßbau laborierte noch an einem Infekt und deswegen musste auch er passen. Anstelle der beiden Stammkräfte waren Philipp Barsties und Konstantin Singwald am Neckar dabei. Für Barsties war es 354 Tage nach seinem Kreuzbandriss im vergangenen Februar gegen Balingen das erste Punktspiel nach seiner Verletzung, für Singwald überhaupt das erste Zweitligaspiel für die Coburger.
Der Start verlief optimal, Till Riehn brachte aus dem Rückraum seine Mansnchaft mit 2:0 in Führung, Oliver Krechel hielt seinen Kasten bis zur 5. Minute sauber. Dann allerdings vergaben die Coburger zwei freie Chancen und schienen zunächst allein gegen Dominik Weiß zu spielen, der alle vier Treffer bis zum 4:6 für den TVB erzielte.
Denn der HSC stand sensationell in der Abwehr, ließ kaum etwas zu, verteidigte so gut, dass die Gastgeber auch eine Fehlpässe fabrizierten und eroberte sich nicht wenige Bälle. Daraus resultierte auch das 5:8 (17.).
Bittenfeld's Trainer Jürgen Schweikardt nahm jetzt auch die Auszeit. Dieser folgten vier Treffer des TVB in Serie, auch begünstig durch zwei umstrittene Entscheidungen gegen die Coburger. Die kamen nun völlig aus dem Tritt, bauten massiv ab.
Zudem durfte Bittenfeld ungestraft hart zulangen, worüber sich Jan Gorr auch bei den Unparteiischen beschwerte. Aber den Coburgern fiel jetzt auch wenig ein, wie man die Abwehr knacken könnte und da fehlte auch ein Gerlich, der einfach mal aus dem Rückraum abzog.
Zudem produzierten die Coburger jetzt die Ballverluste, die zuvor die Gastgeber machten und das Team sah sich einem 1:8-Lauf gegenüber.
In der zweiten Halbzeit nahm das Unheil dann seinen Lauf. Die Gastgeber waren in allen belangen überlegen und hätten am Ende sogar noch höher gewinnen, ließen es in der Schlussphase jedoch langsamer angehen. Die Coburger bemühten sich zwar, verschossen allerdings insgesamt drei Siebenmeter und hatten keine "Waffe" aus dem Rückraum. Der Sieger erzielte nicht weniger als 17 Treffer von den Halbpositionen, während auf Coburger Seite die individuelle Klasse von Gerlich und des früh verletzt ausgeschiedenen Vitek vermisst wurde. Beim Tschechen brach die alte Wadenverletzung wieder auf, so dass sein Einsatz zu allem Übel auch am Samstag im Spiel gegen Spitzenreiter Leipzig fraglich erscheint.

Mehr zum HSC-Spiel morgen im COBURGER TAGEBLATT.




TV Bittenfeld gegen
HSC Coburg 31:25 (15:11)

TV Bittenfeld: Jürgen Müller, Dragan Jerkovic - Tobias Schimmelbauer (4), Florian Schöbinger, Martin Kienzle, Dominik Weiß (9), Michael Schweikardt, Lars Friedrich (1), Simon Baumgarten (2), Djibril M`Bengue (8), Alexander Bischoff, Nils Kretschmer (1), Richard Sundberg (1), Michael Seiz, Alexander Heib (2), Finn Kretschmer (3).
Trainer: Jürgen Schweikardt.
Siebenmeter: keinen. - Zeitstrafen: 4. - Beste Spieler: Jerkovic, Weiß, M`Bengue.

HSC 2000 Coburg
: Havard Martinsen, Oliver Krechel - Ronny Göhl (4), Johan Andersson (2/1), Dominic Kelm (1), Philipp Barsties (2), Sebastian Kirchner (1), Jiri Vitek, Konstantin Singwald (2),Tomas Riha (2), Steffen Coßbau, Florian Billek (6/1), Till Riehn (3), Sebastian Roth, Philipp Seitle (1).
Trainer: Jan Gorr.
Siebenmeter: 5/2 (Andersson, Billek und Göhl verwarfen). - Zeitstrafen: 1. - Beste Spieler: Billek.

SR: Sascha Wild (Elgersweier) / Fabian Baumgart (Altenheim).