Warum sollten am Reitsport interessierte Behinderte und Nichtbehinderte nicht gemeinsam trainieren, reiten und feiern, gleiche Chancen und Möglichkeiten haben? Diese Frage beantwortete Therapiereitlehrerin Tina Ethner auf ihre Art: Sie rief das integrative Reiterfest auf dem Ethnerhof mittten in Weidhausen ins Leben - eine Gemeinschaftsveranstaltung, die sich bei ihrer inzwischen zweiten Wiederholung als voller Erfolg präsentierte.


Der Terminplan war prall gefüllt

Rund 50 Starter, darunter mehr als zehn Teilnehmer mit Behinderung, waren der Einladung gefolgt. Während etwa 300 begleitende Großeltern, Eltern, Freunde und Gäste auf der Hallentribüne zusahen, zeigten die Teilnehmer ihr Können auf dem Rücken der Vierbeiner, und zwar wetterunabhängig in der fürs Therapiereiten besonders ausgestatteten Halle in der Kappel. Zwölf Prüfungen standen auf dem ganztägigen Terminplan, darunter frei geritten in Schritt und Trab als Führzügelwettbewerb oder von Stallbesitzerin Tina und ihren Assistenten Hella Kondler oder Katharina Blank an der Longe geführt und gesichert. Derweil sorgte ein Eltern-Helferteam für das leibliche Wohl der Festbesucher. Und die beiden zwölfjährigen Reiterinnen Larissa Leicht und Nele Ethner landeten mit ihrer Idee einer alkoholfreien Cocktailbar einen Volltreffer.

Als Wertungsrichter ermittelte Herbert Kalnbach die Besten jeder Prüfung, auf die Erinnerungspokale, gesponserte Siegerschleifen und Ehrenpreise warteten. Sieger der Wettbewerbe wurden Anna-Lena Fischer, Arslan Sahin, Andrea Dietz, Milena Roos, Madeleine Platsch, Katja Lehnert, Lisa Jacob, Juli Brief, Johanna Christl, Aliyah Zeller, Zoe Buchmaier und Sophia Lehnert.