Wie aus Polizeikreisen zu hören war, sind bei einem der Organisatoren des Neonaziaufmarschs Waffen gefunden worden. Deshalb hat die Polizei die Veranstaltung vorerst gestoppt. Die etwa 50 Rechten mussten auf dem Bahnhofsvorplatz ausharren.

Derweil feiern mehrere hundert Menschen vor der Post in der Hindenburgstraße ein fröhliches, multikulturelles Fest. Motto: Coburg ist bunt! Außerdem hatten um elf Uhr alle Kirchenglocken in Coburg geläutet. Die Kirchen wollten damit ebenfalls ein klares Zeichen gegen Rechts und gegen Fremdenfeindlichkeit setzen. Mittlerweile hat sich der Demonstrationszug der Rechten in Bewegung gesetzt.

Sowohl in der Hindenburgstraße als auch kurz vor der Moschee in der Viktoriastraße wurde der Neonaziaufmarsch durch Protestierende aufgehalten: sie setzten sich den Rechten einfach in den Weg. Knapp hundert Rechtsradikale beteiligten sich an der Kundgebung. Beim bunten Fest feierten dagegen annähernd tausend Coburger.