Welche Möglichkeiten bietet das neue Bürgerhaus am Wolfgangsee? Am Samstagnachmittag hatten die Bewohner des Stadtteils Wüstenahorn die Möglichkeit, ihre Wünsche und Ideen zur inhaltlichen Ausgestaltung zu äußern. Eingeladen zu diesem Bürgerforum hatte das Quartiersmanagement. Ingrid Marr vom Kinder- und Jugendzentrum Wüstenahorn, Antje Hennig vom Büro Senioren und Ehrenamt und Pfarrer Veit Röger von der evangelischen Johanneskirche waren die Gastgeber. Ihre Fragen: Wer will sich ehrenamtlich engagieren? Welche Aktivitäten sind gewünscht?

"Keine Konkurrenz"

Das Bürgerhaus am Wolfgangsee soll nach den Worten von Ingrid Marr ein Ort der Begegnung, der Aktivität und Bildung, der Beratung, der Vernetzung und des bürgerlichen Engagements sein. Unter dem Dach "Familien- und Mehrgenerationeneinrichtung" stehen voneinander unabhängig das Kinder- und Familienzentrum und das noch im Bau befindliche Bürgerhaus vorne am Dorfplatz. Das Bürgerhaus stelle keine Konkurrenz zum Zentrum dar, machte Ingrid Marr deutlich, Moderatorin und stellvertretende Leiterin des Kinder- und Familienzentrums. Das Bürgerhaus am Ufer des Wolfgangsees sei ein Treff für die Familie, für Erwachsene und Senioren und sei zudem barrierefrei.

Von Sprachkursen über gemeinsames Stricken, Vorlesungen, sportliche Betätigungen wie Walken oder Seniorengymnastik reichten die Ideen der Bürger. In den Räumen könnten auch Beratungen und eine Bürgersprechstunde stattfinden. Da die Angebote möglichst von Ehrenamtlichen gestemmt werden sollen, waren auch alle aufgerufen, sich hier selbst einzubringen. Antje Hennig freute sich da über eine "Zusage", einmal in der Woche sich beim Nachmittagskaffee ehrenamtlich zu engagieren und auch mal eine Lesung zu halten.

Coburgs Sozialreferent und Dritter Bürgermeister Thomas Nowak (SPD) ist bezüglich der Nutzung durch die Bürger sehr zuversichtlich. Es werden sich auch sicher viele hier ehrenamtlich engagieren.

Das Bürgerhaus am Wolfgangsee ist nach Ansicht von Nowak wichtig für die Begegnung untereinander, für die Vernetzung der Vereine und der Bürger und auch für die Nachbarschaftshilfe unverzichtbar. Über die Namensgebung ist bislang aus den mehr als 100 Vorschlägen noch keine Entscheidung getroffen, sagte der Bürgermeister.