Sergej Prokofjew war wie Antonin Dvorák kurz in der "Neuen Welt" gewesen, pendelte dann aber mehrfach zwischen Frankreich und Russland, seiner eigentlichen Heimat, ohne die er trotz staatlicher Repressionen nicht leben wollte. Sein 1950 entstandenes "Sinfonisches Cellokonzert" ist die stark bearbeitete Fassung seines 1. Cellokonzerts op. 58, das bereits in den Jahren 1933 bis 1938 entstand.

Die Rollen zwischen Soloinstrument und Orchester wechseln hier, das heißt, das Orchester dient nicht einzig der Begleitung des Cellos, sondern erhält eine autonome Rolle. Bewundernswert, wie die erst 25 Jahre junge Cellistin Janina Ruh im 2. Sinfoniekonzert des Landestheaters das enorm anspruchsvolle dreiviertelstündige Konzert am Montag sicher auswendig auf ihrem wertvollen, tonschönen Cello von Guiseppe Guarneri (1713) darbot, mit tragfähiger, expressiver Tongebung, überlegener Finger- und Bogentechnik bis in die höchsten Lagen und