Es soll einfach nicht sein. Wie schon vor zwei Jahren scheiterte der ehemalige Fußball-Landesligist TSV Mönchröden als Bezirksliga-Vizemeister in der Relegation. Die Rückkehr in die Landesliga, in der die "Mönche" vor zehn Jahren mehrere Serien in Folge für Furore sorgten, bleibt weiter ein unerfüllter Wunsch.
Nach der 1:3-Heimniederlage am letzten Donnerstag verlor die Mannschaft von Trainer Thomas Hüttl gestern auch das Relegations-Rückspiel beim Landesligisten TSV Ebensfeld deutlich mit 0:3 und muss weiter für die ungeliebte Bezirksliga planen. Am verdienten Sieg der Ebens-felder gab es keine Zweifel.
Die Gastgeber, die sich langsam aber sicher zu "Relegations-Experten" entwickeln, nach dem sie auch letzte Saison nach insgesamt vier Entscheidungsspielen jubeln durften, treffen nun auf den Ost-Bezirksliga-Vizemeister SpVgg Bayreuth II, der nach einer 1:2-Heimniederlage gegen den Ost-Landesligisten SV Poppenreuth gestern
tatsächlich das Rückspiel in Poppenreuth mit 2:0 gewannen und sich damit für das entscheidende Duell qualifizierten.


TSV Ebensfeld gegen
TSV Mönchröden 3:0 (0:0)

Ärgerlich: Wie schon im Hinspiel erwischte der TSV Mönchröden den besseren Start, wurde dafür aber nicht belohnt. Dieses Mal klatschte schon nach wenigen Sekunden ein Weitschuss von Höhn an die Ebens-felder Latte. Im Hinspiel hatte Jannik Späth Pech - aber so ist Fußball!
Das schnelle 1:0 für den Bezirksligisten, der mit nur einer personellen Änderung begann (Werner spielte für Müller) hätte diesem Spiel sicher noch mehr Würze gegeben und die Ausgangslage verschärft. So aber war diese Aktion gleich ein willkommener Hallo-Wach-Effekt für die Schützlinge von TSV-Trainer Klaus Gunreben, die wie schon in Mönchröden nach einer unkonzentrierten Anfangsphase die Partie mit zunehmender Spieldauer in Griff bekamen.
Die Chance, selbst in Führung zu gehen, vergaben Mitte des erste Durchgangs Kremer und Häublein, die bereits Mönchrödens Keeper René Schulz umkurvt hatten, aber nicht vollstreckten (27.). Nach der Pause beseitigten die Gastgeber schnell alle Restzweifel am Weiterkommen: Die Gäste waren wohl noch gedanklich in der Kabine. Nach einer Flanke von Dominik Kremer war es "Mönche-Schreck" Florian Häublein, der sehenswert per Volleyschuss ins linke obere Toreck vollendet. Keine Abwehrchance für Keeper Schulz. Häublein traf bereits im Hinspiel zweimal.
Mönchröden benötigte deshalb aber nach wie vor drei Tore, um zumindest die Verlängerung zu erreichen. Doch dafür hatte die Hüttl-Elf nicht die Mittel, erst Recht nicht als Offensivspieler Späth nach gut einer Stunde ausgewechselt werden musste. Dann gelang Häublein tatsächlich sein vierter Treffer in den beiden Relegationsspielen gegen die "Mönche". Nach einer Hereingabe von Dominik Kremer legte Kevin Popp auf Florian Häublein ab, dessen Schuss von der Unterlatte in den Kasten einschlug (69.).
Logisch, dass die Partie danach verflachte. Die "Mönche" bemühten sich weiter und brachten mit dem in Richtung SC Sylvia Ebersdorf wechselnden Ex-Frohnlacher Bastian Pöche noch einen weiteren Stürmer, doch für den in dieser aussichtslosen Situation notwendigen "Vollgas-Fußball" fehlte ihnen bei warmen Temperaturen die Kraft und verständlicherweise auch der Glaube. Die Ebensfelder hatten weitere gute Chancen durch Popp und mehrmals Quinger, scheiterten aber an Torwart Schulz. Beim 3:0 durch Quinger war allerdings auch der Bankangestellte aus Neustadt im Kasten der Mönchrödener machtlos (81.).
Letztlich verwalteten die Gastgeber in der Schlussphase das Ergebnis, schließlich haben die Maintaler noch ein Duell vor der Brust. So sparten sie ein paar Körner für das große Finale gegen die SpVgg Bayreuth II.