Die Strapazen der letzten Wochen sind ihnen anzusehen. Unwürdige, ja teilweise unmenschliche Zustände hatten sie zu ertragen. Vier Toiletten für 4000 Menschen. Doch sie haben es erduldet - voller Hoffnung auf eine bessere, eine sichere Zukunft. Welches Leben würde sie erwarten? Sie wissen nicht, was auf sie zukommt.

Ihr Glaube an die Zukunft, ihr Mut zur Flucht wird belohnt: Herzliche Willkommensszenen schon am Bahnhof, saubere, ordentlich vorbereitete Nachtlager in der BGS-Kaserne, Süßigkeiten und Puppen für die Kinder, Kleiderspenden, Essenseinladungen von Coburgern, die den Flüchtlingen ein bisschen Geborgenheit vermitteln wollen. Coburger Unternehmen bieten spontan Arbeitsplätze an.

393 Neuankömmlinge in der Region. 168 entschließen sich spontan, in Coburg bleiben zu wollen.
Das war vor 25 Jahren. In den Tagen von 1. bis 3. Oktober 1989 befand sich Coburg im Ausnahmezustand.