Um die angespannte Parkplatzsituation in Coburg zu entschärfen und mehr Bürger zum Radfahren zu bewegen, wird in der Vestestadt einiges unternommen. Zusammen mit dem Tourismus Coburg hat der Verein "Junge Coburger" die nächste Aktion gestartet: Jung und Alt sind dazu eingeladen, an der "Bike to Work-Challenge" teilzunehmen, bei der es darum geht, kurze Strecken wie den täglichen Arbeitsweg mit dem Fahrrad statt dem Auto zurückzulegen.

Als die Initiatoren und Unterstützer am Freitagmittag symbolisch ein rotes Band im Dom des Güterbahnhofs durchschnitten, um den Startschuss zu geben, regnete es noch in Strömen. "Wir hoffen, dass die Sonne in den nächsten Wochen oft scheint, damit viele Bürger Lust haben, zur Arbeit zu radeln", sagte Christina Biegner von den "Jungen Coburgern" zuversichtlich.


Fehlerhafte Beschilderung soll verbessert werden

Schon in der Vergangenheit hat
sich ihr Verein für die Ausweitung und Verbesserung der Radwege in Coburg und Umgebung eingesetzt. Bei einer Radtour im letzten Herbst, an der rund 100 Bürger teilgenommen hatten, bemängelten viele die fehlerhafte Beschilderung für Radfahrer. "Wir haben unser Anliegen dem öffentlichen Nahverkehr vorgelegt, der versprochen hat, alle Schilder zu überprüfen und, wenn nötig, zu verbessern", bestätigt Christina Biegner.

Die Idee für die "Bike to Work-Challenge" kam ihr und Michael Amthor vom Tourismus und Stadtmarketing Coburg bei einem gemeinsamen Mittagessen. "Wir wollten nicht nur die dramatische Parkplatzsituation in der Stadt verbessern, sondern unsere Bürger motivieren, mehr für ihre Gesundheit zu tun", erklärt Michael Amthor. Auch er selbst will mit gutem Beispiel vorangehen und mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen.


Unternehmen sollen ihre Mitarbeiter motivieren teilzunehmen

Die Aktion stieß sofort auf großes Interesse und Unterstützung. Zusammen mit "Coburg Stadt und Land aktiv", dem öffentlichen Personennahverkehr und dem "Allgemeinen deutschen Fahrradclub" machen sich die Verantwortlichen für den Wettbewerb stark und rufen auch Coburger Unternehmen dazu auf, ihre Mitarbeiter zum Radfahren zu motivieren. "Es macht Spaß, am Stau vorbeizufahren und den Stoßstangentango zu umgehen", sagt die Pressesprecherin von Brose, Katja Herrmann.

Neben der HUK Coburg, Waldrich, Kaeser, Lasco, dem Regiomed Klinikum Coburg, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Coburg und der Coburger Stadtwerke stellt der Hauptsponsor einen besonderen Hauptpreis in Aussicht: Der Gewinner der "Bike to Work-Challenge", der am 18. Juli auf der Showbühne auf dem Schlossplatz bekannt gegeben wird, bekommt ein hochwertiges E-Bike im Wert von 3000 Euro mit einem Antriebsmotor von Brose.

Seit zwei Jahren entwickelt der Fahrzeugteilehersteller Motoren speziell für E-Bikes, die am Berliner Standort entwickelt und produziert werden. "Damit sind wir das einzige Unternehmen, das die Motoren für elektronische Fahrräder in Deutschland produziert", erklärt Katja Hermann. Mittlerweile ist der Antrieb, der den Fahrradfahrer zusätzlich beim Treten unterstützt, so klein, dass er in den Fahrradrahmen integriert werden kann und kaum mehr auffällt.


Wie kann man teilnehmen?

Wer an der Challenge teilnehmen will, muss nur ein Foto von sich und seinem Fahrrad vor dem Logo seines Arbeitgebers auf der "Bike to Work"-Facebookseite hochladen und fünf Freunde nominieren, die auch teilnehmen sollen. Wer keinen Facebook-Account hat, kann das Foto direkt an info@junge-coburger.de schicken. "Ich werde Freunde in Australien, Schweden und Berlin nominieren, um nicht nur unsere Aktion, sondern auch unsere Stadt noch bekannter zu machen", verspricht Michael Amthor.