Lange schien die fünfte Auflage des erfolgreichen Kammermusikfestivals in Coburg durch Covid-19 gefährdet. Erste Konzerte im Mai mussten schon abgesagt werden, doch die noch geplanten Konzerte im Juni und Juli können nun durchgeführt werden. Dank der Vertiefung der schon bestehenden Kooperation mit dem Landestheater Coburg finden laut Mitteilung des Vereins Klanggrenzen alle weiteren Konzerte im Großen Haus des Theaters statt.

Einige Konzerte nun zweifach

Durch das gültige Hygienekonzept und wegen der großen Auflagen ist die zulässige Besucherzahl stark eingeschränkt. Klanggrenzen freut sich jedoch, einige Konzerte nun zweifach aufführen zu können.

Martin Emmerich, Konzertmeister des Landestheaters und Vorsitzender des Vereins Klanggrenzen, ist die Freude ins Gesicht geschrieben: "Für uns war klar: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Es war zwar eine intensive Umgestaltung der Konzerte notwendig, aber wir konnten alle Hürden überwinden und sind sehr dankbar für die Kooperation mit dem Landestheater.

Education-Projekte

Wir mussten unsere ursprünglich geplanten Konzertorte aufgeben, denn für jeden Spielort muss ein eigenes Schutzkonzept vorliegen, was für die Größe unseres Festivals schlicht nicht möglich gewesen wäre. Ein großer Dank geht an dieser Stelle an all unsere Sponsoren: die VR-Bank, die HUK Coburg, die Sparkasse Coburg-Lichtenfels, die Firma Kaeser und das Kulturamt der Stadt Coburg, dass sie in diesen Zeiten alle Neugestaltungen mittragen. So ein Vertrauen freut uns sehr."

Besonders erfreut zeigen sich die Initiatoren darüber, dass auch die geplanten Education-Projekte an Schulen und Kindergärten in Coburg durchgeführt werden können. Auch dort sei wegen strikter Hygienekonzepte Kreativität gefragt, doch schon immer stehe die Förderung junger Menschen im Zentrum des Festivals und sei deshalb ein wichtiger und unverzichtbar Bestandteil, heißt es. "Ein großer Dank geht an die HUK Coburg, die alle Änderungen mitträgt und so die kostenlosen Konzerte für Kinder weiterhin ermöglicht - das ist nicht selbstverständlich in der momentanen wirtschaftlichen Lage, und wir bedanken uns ganz herzlich, vor allem im Namen der jüngsten Coburger, die wir nun erreichen können", sagt Fabian Wankmüller, der Zweite Vorsitzende des Vereins. Damit könnten nun selbst in Zeiten der Pandemie fast 1000 Kinder erreicht werden.

Die Konzerte

Die nun anstehenden Konzerte bieten Coburg nach der langen auferlegten Konzertpause sofort wieder spannende Konzepte. Die 2018 eigens für das Festival erfundene Kunstform "MusicSlam" feiert ihre Rückkehr und verwebt kunstvoll die Musik der Streichsextette von Brahms und Schönberg mit Poetry Slam. Unter dem Titel "Treu sein... das liegt mir nicht!" erfreut die Mondieu-Operettenassekuranz schon zum zweiten Mal die Gäste des Festivals mit ihrem feinsinnigen Humor und Charme und entführt sie mit in die zauberhafte Welt des Musikkabaretts.

Das Aramis-Trio, die Gründer des Festivals, wagt einen weiteren verjüngenden Schritt: Es verbindet klassische Musik mit Streetart. Live zur Musik von Johannes Brahms und Peteris Vasks wird der Berliner Streetart-Künstler Lenhard Taddiken, bekannt unter seinem Pseudonym Amore1, Musik auf Leinwänden zum Leben erwecken.

Hier gibt es Tickets

Tickets für die Konzerte sind an den Vorverkaufsstellen des Landestheaters zu erhalten. Nähere Informationen zu den Konzerten gibt es im Internet auf www.klanggrenzen.de. red