Der Inzidenzwert des Landkreises Coburg liegt aktuell - Stand: 3. Dezember - bei 298,6. Ab einem Wert von 300 müssen die geltenden Sicherheitsmaßnahmen verschärft werden. So will es der Gesetzgeber.

Im Landratsamt Coburg laufen deshalb bereits die entsprechenden Vorbereitungen. Es ist davon auszugehen, dass es - ab dem Erreichen des Wertes von 300 - zu weiteren Einschränkungen vor allem im schulischen Bereich sowie beim öffentlichen Leben kommt. Konkret: Wechselunterricht bereits ab der 5. Jahrgangsstufe (derzeit gilt das erst ab der 8. Jahrgangsstufe) sowie strenge Ausgangsbeschränkungen wie beim Lockdown im Frühjahr.

Ebenso ist davon auszugehen, dass die Regelungen, die den schulischen Bereich betreffen, immer gemeinsam für die Stadt und den Landkreis Coburg getroffen werden. Alles andere würde zu Chaos führen, weil viele Landkreis-Schüler auch Stadt-Schulen besuchen.

Derweil hat sich Landrat Sebastian Straubel (CSU) mit einem Appell an die Bevölkerung gewandt. Er ruft darin dazu auf, Kontakte weiter zu reduzieren.

Der Appell im Wortlaut: "Die Ansteckungswege im Coburger Land sind sehr vielfältig. Deshalb haben wir uns über weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus Gedanken gemacht. Die steigenden Infektionszahlen zeigen leider, dass das Ausbruchsgeschehen weiterhin sehr dynamisch ist. Ich bitte deshalb darum, noch genauer als bisher zu überlegen, welche Kontakte, Erledigungen oder Termine tatsächlich notwendig sind. Auch wenn es schwer fällt, die Einschränkungen, insbesondere von Kontakten zu anderen, sind derzeit unsere einzige Chance, die Weiterverbreitung des Virus so gering wie möglich zu halten. Ich appelliere an jeden Einzelnen, dazu einen Beitrag leisten."