Coburg
Handball

HSC Coburg will auch Aue überrollen

Die Coburger starten als Spitzenreiter und in der HUK-Arena ist das Team von Trainer Jan Gorr eine Macht.
In der HUK-Arena sind die "Gelb-Schwarzen" in dieser Saison eine Macht. In allen acht Heimspielen wurden die mehr oder weniger überforderten Gegner nahezu "überrollt". An diese fantastischen Leistungen vor mehrmals über 3000 begeisterten Fans will der souveräne Zweitliga-Spitzenreiter am Samstagabend ab 19.30 Uhr nahtlos anknüpfen. Zu Gast ist der EHV Aue. - Unsere Szene zeigt Pontus Zetterman beim Torwurf gegen den HSV Hamburg, rechts Mannschaftskapitän Sebastian Weber, der nach der Verletzu...
In der HUK-Arena sind die "Gelb-Schwarzen" in dieser Saison eine Macht. In allen acht Heimspielen wurden die mehr oder weniger überforderten Gegner nahezu "überrollt". An diese fantastischen Leistungen vor mehrmals über 3000 begeisterten Fans will der souveräne Zweitliga-Spitzenreiter am Samstagabend ab 19.30 Uhr nahtlos anknüpfen. Zu Gast ist der EHV Aue. - Unsere Szene zeigt Pontus Zetterman beim Torwurf gegen den HSV Hamburg, rechts Mannschaftskapitän Sebastian Weber, der nach der Verletzung von Kreisläufer Marcel Timm wieder verstärkt in die Bresche springen muss. Foto: Archiv/Hagen Lehmann

Eine Woche früher als gewöhnlich startet die 2. Handball-Bundesliga nach der Europameisterschaft. Traditionell fand in den vergangenen Jahren nach einer EM oder Weltmeisterschaft das All-Star-Game zwischen der deutschen Nationalmannschaft und einer Auswahl der besten Spieler aus der ersten Liga statt, ehe es mit dem Ligabetrieb weiterging. Diese Partie findet in diesem Jahr erst am 16. Mai statt.

Deswegen bläst Coburgs Trainer bereits morgen Abend zur Revanche im Derby gegen den EHV Aue. Anwurf ist um 19.30 Uhr im Coburger "Sporttempel" auf der Lauterer Höhe. Die Aufeinandertreffen zwischen diesen beiden Teams hatten immer einen besonderen Stellenwert. Diesmal geht es darum, dass der HSC sein Polster an der Tabellenspitze sowie seinen Nimbus der Unbesiegbarkeit in eigener Halle auch im Jahr 2020 unter Beweis stellen will.

In Aue plötzlich eingebrochen

Hinzu kommt, dass noch Wiedergutmachung aus dem Hinspiel zu betreiben ist, das die Coburger nach indiskutablen letzten zehn Minuten hoch 25:33 verloren. Nach 49 Minuten war der HSC noch dran (23:24-Rückstand), hatte anschließend sogar Überzahl. Das soll nicht noch einmal passieren.

"Lange hatten wir es ja ordentlich gelöst, dann einige Chancen liegen lassen, die Aue zum Gegenstoß genutzt hat. Klar, dass wir uns revanchieren wollen", erinnert sich Trainer Jan Gorr. Doch für ihn und die Mannschaft steht als allererstes der Erfolg im Vordergrund, unabhängig vom Gegner.

Einfach wird das nicht, denn gerade die Rückraumachse der Erzgebirgler hat dem HSC Probleme bereitet. Zusammen 20 Tore gingen auf das Konto von Kammlodt, de Santis und Petreikis. "Im Rückraum ist bei Aue viel Betrieb und von ihnen geht vieles aus. Hinzu kommt dann noch das Spiel über Bornhorn am Kreis, da dürfen wir keine Lücken bieten", hat Gorr den Ansatz für den Erfolg auf seinem Taktikzettel.

Neue Achse am eigenen Kreis

Schwer genug, denn Gorr musste in der Vorbereitung "eine neue Achse in der Abwehr bilden". Nicht einfach zu handeln, da Schröder und Varvne angeschlagen waren, Zeman bei der EM weilte und Marcel Timm nach seinem Mittelhandbruch fehlt. Aue muss auf Kreisläufer Kevin Lux verzichten, der sich einen Kreuzbandriss im rechten Knie zugezogen hatte. Zudem werden Franz Schauer - er hat die Operation nach seiner schweren Gesichtsverletzung gut überstanden, Torwart Erik Töpfer (Schulteroperation) und Nico Schneider (Mittelfußbruch) fehlen. Somit muss auch EHV-Coach Stephan Swat improvisieren.

Das gilt auch für den HSC. "Unsere Abwehr müssen wir nun neu stabilisieren", sieht Gorr einen wichtigen Faktor für die kommenden Wochen und schließt gegen die rückraumstarken Erzgebirgler eine Abkehr von der defensiven 6:0-Variante nicht aus: "Das wird vom Spielverlauf abhängen."

Fünf Spiele im Februar

Der Februar mit seinen für den Monat ungewöhnlichen fünf Spielen wird für die Coburger schon richtungsweisend sein. Denn nicht nur gegen Aue will der HSC eine offene Rechnung begleichen, in drei Wochen kommt auch noch der TV Hüttenberg in die Arena, da gilt nach der unglücklichen Hinspielniederlage mit einem zurückgezogenen Einspruch das Gleiche.

Danach hohe Auswärtshürden

Dazwischen warten zwei hohe Auswärtshürden, zunächst am kommenden Freitag bei TuS Nettelstedt-Lübbecke, elf Tage später, an einem Dienstag, geht es zum VfL Gummersbach. Zum Abschluss des Monats geht es am "Schalttag" zum Schlusslicht HSG Krefeld. Dann wollen die HSCler immer noch ganz oben stehen und den Grundstein für die Rückkehr in die deutsche Eliteliga gelegt haben.