Wenn es um Endurosport geht, machen derzeit zwei Fahrer aus Bergdorf Höhn auf deutscher Ebene auf sich aufmerksam. Zum Auftakt der Saison in der Interessengemeinschaft Endurosport (IGE) starteten Marco Langbein und sein Sohn Maximilian mit bemerkenswerten Erfolgen.


Der MSC "Barbarossa" Rottleben hatte auf seine Strecke am Kyffhäuser eingeladen. Maximilian Langbein startete in der Klasse 12. Gefahren wird hier auf Maschinen mit Motoren bis 85 Kubikzentimeter. In dieser Klasse holte der Höhner bereits im vergangenen Jahr den Titel als Deutscher Meister. Dass er diesen zur Recht trägt, stellte er in Rottleben mehr als deutlich unter Beweis. Im Eineinhalb-Stunden-Rennen holte er den ersten Platz mit zwei Runden Vorsprung. Nach einer Stunde, 24 Minuten und 21 Sekunden hatte er elf Runden geschafft. Der Zweitplatzierte Maximilian Heres hatte nach einer Stunde, 22 Minuten und sieben Sekunden neun Runden geschafft. Mit gleicher Rundenzahl, aber einer Stunde, 23 Minuten und 46 Sekunden, schaffte es Leonard Koch als dritter Fahrer dieser Klasse auf das Treppchen.


Start im Team

Noch am gleichen Tag ging Maximilian Langbein erneut an den Start. Eine Änderung im Reglement der IGE machte das möglich. So durfte der 13-Jährige in der Klasse 6 zusammen mit seinem Vater Marco an den Start. "Früher hätte er erst ab 16 in dieser Klasse fahren dürfen, aber jetzt darf er schon in dem Jahr an den Start, in dem er 14 wird", erklärt Marco Langbein.


Dass er zu Recht in der Klasse 6 im Rennen über drei Stunden (auf der RR 350 Beta) dabei war, zeigte das Ergebnis. Obwohl er wenige Stunden zuvor den Sieg über eineinhalb Stunden geholt hatte, fuhr Maximilian als jüngster Fahrer im Feld von 48 Teams zusammen mit Marco Langbein auf Platz drei - und Vater und Sohn standen erstmals gemeinsam als "Dreamteam, Langbein/Langbein" auf dem Treppchen.


Auf Platz zwei mit dem Team "Dreckspatzen Gänster/Hoffmann" fehlten den Höhnern rund zwei Minuten und auf Platz eins mit dem Team "Terror Hasen Markert/Hasenwinkel" etwa fünf Minuten. Alle drei Spitzen-Teams schafften beim Drei-Stunden-Rennen 27 Runden.


Marco souverän am Sonntag

Damit war aber noch keine Ruhe am Kyffhäuser. Am Sonntag saß dann Marco Langbein in der Seniorenklasse 8 schon wieder im Sattel seiner RR 350 Beta. Dabei ging es für insgesamt 32 Starter wieder über drei Stunden. Offenbar wollte der Vater dem Sohn nicht nachstehen und fuhr wie Max am Vortag nach zwei Stunden, 57 Minuten und 54 Sekunden mit 27 Runden - und somit auch mit zwei Runden Vorsprung - auf das Siegerpotest. Zweiter wurde Bernd Henkel, der 25 Runden in zwei Stunden 56 Minuten und 23 Sekunden geschafft hatte. Den dritten Platz belegte Martin Novella ganz knapp dahinter mit ebenfalls 25 Runden in einer Zeit von zwei Stunden, 56 Minuten und 25 Sekunden.


Noch im April stehen die nächsten Rennen ins Haus. Am liebsten würde Maximilian Langbein schon in einer höheren Klasse starten. Dass er das wohl könnte, mag sein überlegener Sieg vom Wochenende zeigen. Doch jetzt ist er eben für die Klasse gemeldet, in der er schon im vergangenen Jahr den Meistertitel holte. Vater Marco findet das auch ganz in Ordnung. "Er soll sich jetzt mal in dieser Klasse stabilisieren", sagt er. Zu früh aufzusteigen, kann auch schief gehen. Und im kommenden Jahr gibt es eine neue Saison. Die beiden Enduro begeisterten Höhner vom "Dreamteam Langbein/Langbein" werden sicher mit dabei sein - und sehr wahrscheinlich um die vorderen Plätze fahren.