Mag schon sein, dass der 22.2.22 das noch schönere Datum ist, um zu heiraten. Doch für Melanie Heinz und Sven Ott wäre das etwas zu riskant gewesen: Denn der errechnete Geburtstermin für ihr erstes Kind ist der 1. März, also gerade mal eine Woche später. Der 2.2.22, der am Mittwoch vom Kalender angezeigt wurde, war da deutlich sicherer.

Apropos: Wer in Corona-Zeiten heiratet, muss auf einige Sicherheitsvorkehrungen achten. Allen voran gilt im Coburger Standesamt Maskenpflicht. "Aber als wir ,Ja‘ gesagt haben, durften wir sie kurz abnehmen", erzählte Sven Ott augenzwinkernd nach der Zeremonie. Froh und dankbar waren er und seine Frau, dass letztlich doch immerhin acht Freunde und Angehörige dabei sein durften. Zwischenzeitlich hatte gedroht, dass dies ausschließlich den Trauzeugen erlaubt wird.

Die Kupplerin war dabei

So oder so: Dass Antina-Maria Keller bei der Hochzeit von Melanie Heinz und Sven Ott dabei sein muss, war klar. Denn sie hat die beiden vor mittlerweile acht Jahren zusammengebracht: "Melanie ist meine beste Freundin, und Sven der Bruder meines Mannes." Die erfolgreiche Kupplerin freut sich, dass aus der Beziehung jetzt eine Ehe geworden ist, dass es bald Nachwuchs gibt - "und dass die beiden auch gleich neben uns in Lautertal wohnen!"

Insgesamt fanden jetzt am 2.2.22 vier Trauungen im Coburger Standesamt statt - mehr ist in Corona-Zeiten nicht möglich, weil der Trausaal im Bürglaßschlösschen zwischen den einzelnen Terminen immer kräftig gelüftet werden muss.

Dass am 22.2.22 etwas mehr Trauungen möglich sind, nämlich acht, liegt daran, dass dies ein Dienstag sein wird und das Standesamt - anders als an einem Mittwoch wie gestern - auch nachmittags geöffnet ist.

Übrigens: Sven Ott hat nicht auf die Uhr schauen können, aber als Melanie und er "Ja" sagten, könnte es ziemlich genau 11.11 Uhr gewesen sein - und das am 2.2.22. Mehr Schnapszahl geht dann doch kaum.