Knapp 200 Helfer aus 16 Vereinen und Institutionen aus dem Raum Coburg haben bei der jährlichen Reinigungsaktion Ramadama am Samstagvormittag in Neustadt zirka zwei Container an Abfall aufgesammelt. Frank Röser, der Leiter der Bauverwaltung Neustadt, ist damit sehr zufrieden. "Man merkt, dass es sich lohnt, denn es liegt immer weniger Müll in Neustadt herum", sagt er.

Dunja Baudler, die seit 15 Jahren bei der Reinigungsaktion hilft, kann dies nur bestätigen. "Früher lagen so viele Flaschen herum, dass die Müllsäcke schwer wurden und ich sie kaum tragen konnte. Nun sind sie deutlich leichter", erklärt sie. Sie habe sich dafür entschieden, bei der Aktion mitzuhelfen, da es ihr wichtig sei, dass die Natur sauber gehalten werde. "Außerdem wollte ich ein gutes Vorbild sein und Jugendliche motivieren, ebenfalls mitzumachen", betont Dunja Baudler.

Diesmal keine Unterhosen

Besonders häufig habe sie Zigarettenschachteln, Tempotaschentücher und Plastiksäcke aufsammeln müssen. "Früher war der Müll allerdings ziemlich extrem. Da habe ich auch schon mal einen Autoreifen oder Unterwäsche gefunden", erzählt sie. Auch Klaus Grosch, der bereits drei Mal bei der Reinigungsaktion geholfen hat, hat bereits eine Männerunterhose gefunden. "Meistens sammle ich allerdings Flaschen oder Essensreste und Verpackungen von Fast-Food-Restaurants auf", erzählt er.

Er mache gern mit, da es ihm gefalle, wenn Neustadt aufgeräumt ist. "Darüber hinaus möchte ich, dass die Umwelt gesund bleibt", erklärt er. Doch nicht nur die Erwachsenen helfen dabei, Neustadt sauber zu machen. Auch Eva und Emilia, beide neun Jahre alt, sowie die elfjährige Nina haben fleißig mit angepackt. "Mein Papa ist dabei und deshalb bin ich mitgegangen", erklärt Eva. Besonders oft habe sie Bonbonpapiere und Taschentücher aufgehoben. "Einmal haben wir sogar eine alte Schnapsflasche gefunden", erzählt Emilia. "Wir alle zusammen haben vier Müllsäcke voll aufgesammelt", sagt Nina stolz.
Anschließend durften sich die Helfer mit belegten Brötchen und Getränken stärken.