Dekan Christoph Liebst ist mit Wirkung zum 29. Februar 2016 von seinen Ämtern als Dekan im Sprengel I des evangelisch-lutherischen Dekanatsbezirkes Coburg und erster Pfarrer der Stadtpfarrkirche St. Moriz aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten. Dies gab der weitere evangelische Dekan Andreas Kleefeld bei der Frühjahrstagung der Coburger Dekanatssynode in Ebersdorf bei Coburg bekannt. Dekan Liebst befindet sich aber (noch) nicht im Ruhestand. Seit 1. März hat er eine Pfarrstelle mit allgemein kirchlichen Aufgaben im Dekanat Coburg inne.
Spätestens im Dezember dieses Jahres könnte der Nachfolger oder die Nachfolgerin von Liebst ihren Dienst im Dekanat und in der Kirchengemeinde St. Moriz den Dienst aufnehmen, kündigte Dekan Kleefeld an.
Bis dahin werde Kleefeld, der ja auch erster Pfarrer an der Coburger Heilig-Kreuz-Kirche ist, allein an der Spitze des Dekanatsbezirkes Coburg stehen, eine Spitze die bei regulärer Besetzung ja eigentlich eine Doppelspitze ist.
Der Kirchenvorstand von St. Moriz, der Dekanatsausschuss und die Bayreuther Regionalbischöfin Dorothea Greiner werden schon im Vorfeld in Sachen Neubesetzung ausführlich miteinander kommunizieren. Nichtsdestotrotz wird die Neubesetzung turnusmäßig durch das Landeskirchenamt in München erfolgen. Das heißt im Klartext (Kleefeld): "Eine Person wird uns vorgestellt!" Das werde wohl im Juni und Juli der Fall sein.


Neustadt vakant

Auch sonst kommt das Personalkarussell im evangelischen Dekanat Coburg nach einigen Monaten der Ruhe wieder in Schwung. Pfarrer Andreas Sauer und Diakon Robert Kathmann werden die Kirchengemeinde St.Georg in Neustadt verlassen. Bereits zum Jahresende hat Pfarrer Kurt Loris die Pfarrstelle im Neustadter Stadtteil Fechheim niedergelegt, wenige Wochen nach seinem Rücktritt ist er verstorben.
Pfarrerin Gabriele Munzert, die derzeit eine halbe Pfarrstelle in der Kirchengemeinde Dörfles-Esbach innehat, wird mit einer halben Stelle die geistliche Personalsituation in Neustadt entschärfen. In Fechheim wird in der Vakanzzeit der Ruhestandspfarrer Horst Seeger, vor Jahren lange Zeit Pfarrer in Bad Rodach, tätig sein.
Der Ebersdorfer Pfarrer Klaus Wenig wechselt im Frühjahr auf eine Pfarrstelle in Marktredwitz. Pfarrer Ronald Henke aus dem Sonnefelder Gemeindeteil Hassenberg wird das Team in Ebersdorf nach dem Weggang von Wening bis zur Neubesetzung der Pfarrstelle unterstützen. Pfarrer Ulrich Willmer von der Johanneskirchengemeinde Hut/Wüstenahorn in Coburg wird sich um die Ebersdorfer Kindergartenangelegenheiten kümmern.
Pfarrer Steffen Lübke in Meeder wechselt im Sommer nach Bad Kissingen. Pfarrverweserin in den Kirchengemeinden Meeder und Beuerfeld wird bis zur Neubesetzung Pfarrerin Johanna Sonntag aus den Bad Rodacher Kirchengemeinden Gauerstadt und Breitenau sein. Ebenfalls im Juli dieses Jahres verlassen Pfarrer Heinrich Busch und Pfarrerin Katharina Zagel-Busch (Kirchengemeinde St. Markus im Thüringer Viertel) Coburg und gehen nach Bayreuth. In der Vakans wird sich der Weitramsdorfer Pfarrer Michael Meyer zu Hörste um St.Markus kümmern. Dessen Gattin Pfarrerin Lisa Meyer zu Hörste kümmert sich weiterhin um die immer noch unbesetzte Pfarrei Elsa in Bad Rodach. Zu dieser Pfarrei gehören immerhin fünf Kirchen/gemeinden, nämlich Elsa, Heldritt, Grattstadt, Oettingshausen und Rossfeld.
Eine gute Nachricht gab es aber auch: Zumindest im Osten des Dekanats wird die junge Diakonin Nicole Koch vor allem in der Jugendarbeit tätig sein.


Defizit ja - aber geringer

Die Dekanatssynode verabschiedete mit großer Mehrheit die Jahresrechnung 2015 des evangelischen Dekanats Coburg. Das Zahlenwerk endet in der Summe mit Einnahmen in der Höhe von knapp 3,77 Millionen Euro. Die Ausgaben wurden in der Gesamtrechnung mit rund 3,94 Millionen Euro angegeben. Das Defizit beliefe sich demnach auf knapp 174 500 Euro. Ein Lichtblick dabei war immerhin, dass das Defizit als solches geringer geworden sei. In der Jahresrechnung 2014 habe es immerhin noch ein Defiziz von fast 831 000 Euro gegeben. Ein großer Teil des Defizits begründet sich weiterhin mit dem Wirtschaftszahlen der Jugendbildungsstätte Neukirchen.
Weiterhin bemühten sich Dekan Kleefeld und Diakon Rainer Mattern vom Kirchengemeindeamt um ein gutes Image der Jugendbildungsstätte. "Es ist eine wirtschaftliche Schieflage, es ist keine inhaltliche Schieflage", machte Mattern die aktuelle Situation des früher so erfolgreichen Jugendhauses in Neukirchen klar. Ein Hinweis galt auch einer Maßnahme, die junge Flüchtlinge in der Berufsorientierung unterstütze. "Die Industrie kommt zu uns, obwohl sie auch ganz andere Häuser wählen könnte", sagte Mattern. "Wir haben eine innovative, pädagogisch gut aufgestellte Bildungsarbeit." mako