Konzernweit sind derzeit über 200 Mitarbeiter aus dem Pflegebereich erkrankt, dazu etwa 30 Ärzte. Das führt schon zu Engpässen bei der Versorgung: In Coburg "können derzeit zwei Stationen nicht betrieben werden, weil wir schlicht das Personal nicht haben", sagt der Ärztliche Direktor Professor Stefan Piltz.

In Coburg liegen Stand Mittwochmittag (09.12.2020) 55 Covid-19-Patienten auf Normalstation, sechs auf der Intensivstation, davon werden vier beatmet. In Lichtenfels werden 20 Covid-19-Patienten versorgt (15 auf Normalstation, fünf auf Intensivstation beatmet), Hildburghausen hat derzeit 23 Patienten auf Normalstation, einen auf der Intensivstation. Hier sind zudem 45 Betten gesperrt, weil die Krankenquote bei Ärzten und Pflegern bei 40 Prozent liegt.

Lage an Regiomed-Kliniken: Warum Corona-Patienten nicht einfach entlassen werden können

In Sonneberg und dem Krankenhaus in Neuhaus am Rennweg werden derzeit 22 Corona-Patienten auf Normalstationen behandelt, zwei liegen auf der Intensivstation. Teilweise wurden Patienten von einem Krankenhaus zu einem anderen verlegt. Dabei handele es sich zum Teil um Corona-positive Menschen, die zwar keine Behandlung im Krankenhaus mehr bräuchten, aber nirgendwohin entlassen werden können, weil Pflegeheime oder ambulante Pflegedienste sich nicht kümmern können, sagt Regiomed-Hauptgeschäftsführer Alexander Schmidtke.

Die Notfallversorgung sei im Regiomed-Gebiet auf jeden Fall sichergestellt, betont er. Allerdings würden planbare Eingriffe derzeit zurückgefahren oder an andere Regiomed-Häuser verwiesen, um die Kapazitäten für kritisch Kranke und Notfallpatienten frei zu haben.

Auch an anderen Kliniken in Franken ist die Lage angespannt. Das Team der Intensivstation in Fürth hat deshalb einen dringenden Weihnachtswunsch.