Albert & Victoria" war der Neujahrsempfang 2019 der Stadt Coburg überschrieben - ein Hinweis darauf, dass es heuer ein Doppeljubiläum zu feiern gilt: Prinz Albert von Sachsen-Coburg-Saalfeld (später Sachsen-Coburg und Gotha) wurde 1819 geboren, genauso wie seine Cousine und spätere Gemahlin Queen Victoria.

Darauf wird eine Reihe von Veranstaltungen in diesem Jahr Bezug nehmen. Die Flyer liegen nun vor und wurden am Ende des Neujahrsempfangs verteilt; Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD) ging in seiner Ansprache kurz auf das Jubiläum und Prinzgemahl Albert ein. Dieser sei "ein personifiziertes Aushängeschild seiner Vaterstadt" (Coburg). Sozialdemokrat Tessmer wies ihm soziale Tendenzen nach: Albert sei nicht nur Organisator der Weltausstellung von 1851 gewesen, Förderer der Wissenschaft und der Künste. Auch die ersten Entwürfe von Arbeiterwohnungen mit Wasseranschluss und sanitären Anlagen gehen auf ihn zurück. Was Coburg angeht, so seien hier im vergangenen Jahr allein von der Wohnbau Stadt Coburg 162 Wohnungen gebaut oder saniert worden, dieses Jahr sollen 48 dazu kommen. Tessmer verwies auch auf die Bauten durch private Investoren.

Bezahlbarer Wohnraum bleibe genauso eine Aufgabe wie die Weiterentwicklung der Digitalisierung und die Förderung von Start-ups. Hier verwies Tessmer auf das Digitale Gründerzentrum am ehemaligen Schlachthof. Was die Bahnanbindung angehe, werde Coburg "nervig" bleiben, versprach Tessmer. "Der Bahngipfel findet am 30. Januar statt, da werden wir unsere Forderungen einmal mehr deutlich machen." Die lautet nach wie vor eine ICE-Anbindung alle zwei Stunden. Immerhin soll der Parkplatz am Bahnhof im April fertig werden. Diese Auskunft habe er vom Polier der Baustelle, betonte Tessmer.

Der OB lobte die Anstrengungen in Sachen Integration: Das "3+1"-Modell der IHK finde Zulauf und Nachahmer andernorts. Junge Flüchtlinge machen eine um ein Jahr verlängerte Ausbildung und lernen dabei deutsch. Besonderes Lob zollte Tessmer dem Ehepaar Thomas und Tina-Maria Kaeser: Deren Unternehmen hat 38 zusätzliche Ausbildungsplätze für junge Flüchtlinge zur Verfügung gestellt. Tessmer: "Das ist die Coburger Antwort auf Frau Merkels ,Wir schaffen das‘".

Auch für den Klimawandel hat der OB eine Coburger Antwort: Den Ausbau der ohnehin vorhandenen Fernwärme.

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