Um 5.30 Uhr stand das Ergebnis fest- so sieht Coburgs neuer Stadtrat aus:

SPD: 9 Sitze

CSU: 8 Sitze

Grüne: 6 Sitze

Pro Coburg: 5 Sitze

CSB: 3 Sitze

Junge Coburger: 3 Sitze

FDP: 2 Sitze

Linke: 1 Sitz

AfD: 1 Sitz

ÖDP: 1 Sitz

Coburger Liste: 1 Sitz

Die SPD kommt auf 23,4 Prozent - vor sechs Jahren lag man noch bei 33,9 Prozent, was 14 Sitze bedeutete.

Gewählt sind: Dominik Sauerteig, Thomas Nowak, Norbert Tessmer, Ramona Brehm, Bettina Lesch-Lasaridis, Petra Schneider, Gabriele Morper-Marr, Can Sadik Aydin und Stefan Sauerteig. - Sollte Dominik Sauerteig die OB-Stichwahl gewinnen, würde noch Martin Lücke in den Stadtrat nachrutschen.

Kurios: Noch-OB Norbert Tessmer wird von Listenplatz 39 auf Rang 3 vorgewählt - das ist rekordverdächtig!

Den Wiedereinzug in den Stadtrat verpasst haben Fliegen Franziska Bartl, Andreas Gehring und Johanna Thomack.

Die CSU erreicht 20,4 Prozent (2014: 26,3 %), was 8 Sitze bedeutet - zwei weniger als 2014.

Gewählt sind Christian Meyer, Birgit Weber, Andreas Engel, Hans-Herbert Hartan, Rene Boldt, Roland Eibl, Barbara Kammerscheid und Christina Vatke. Sollte Christian Meyer die OB-Stichwahl gewinnen, würde Thomas Bittorf noch in den Stadtrat nachrutschen.

Besonderheiten: IHK-Vizepräsident Andreas Engel zieht erstmals in den Stadtrat ein - von 2008 bis 2014 gehörte sein Bruder Thomas dem Gremium an.

Die Grünen erreichen 15,4 Prozent (2014: 10,5 %), was 6 Sitze bedeutet - zwei mehr als 2014.

Gewählt sind: Ina Sinterhauf, Wolfgang Weiß, Melanie Becker, Michael Dorant, Florian von Deimling und Wolfram Haupt.

Besonderheiten: Lange Zeit sah es während der Auszählung so aus, als ob die Grünen sogar auf 7 Sitze kommen könnten. Einen kräftigen Sprung nach vorne auf der Grünen-Liste machte Bio-Landwirt Dietrich Pax (von 30 auf 12).

Die Wählergemeinschaft Pro Coburg schafft 11,1 Prozent (2014: 6,4 %), was 5 Sitze bedeutet - zwei mehr als 2014.

Gewählt sind Thomas Apfel, Jürgen Heeb, Pit Kammerscheid, Jessica Heß und Matthias Schmidt-Curio.

Besonderheiten: Jessica Heß kann die Nachfolge ihres Vaters Horst Geuter antreten, der nicht mehr in den Stadtrat gewählt wurde (aber immerhin von Listenplatz 11 auf 8 sprang). Den größten Sprung machte Taxifahrer Tuncer Yilmaz von 19 auf 6. Am Ende lag Yilmaz nur 32 Stimmen hinter Schmidt-Curio.

Die Christlich-Sozialen Bürger (CSB) kommen auf 6,9 Prozent (2014: 9,6 %), was drei Sitze bedeutet - einer weniger als 2014.

Gewählt sind Christian Müller, Gerhard Amend (Sprung von Listenplatz 10 auf 2) und Frank Völker, der 2014 noch über die CSU-Liste in den Stadtrat gekommen war.

Die Jungen Coburger (JC) kommen auf 7,0 Prozent (2014: 4,7 %), was drei Sitze bedeutet - einer mehr als 2014.

Gewählt sind Maximilian Forkel, Alper Hasirci und Kurt Knoch.

Besonderheit: Alper Hasirci hat bereits angekündigt, die JC zu verlassen.

Die FDP erreicht 4,3 Prozent (2014: 3,7 %), was zwei Sitze bedeutet - einer mehr als 2014.

Gewählt sind Michael Zimmermann und Hans-Heinrich Eidt.

Besonderheit: Harald Ettel, der im Wahlkampf mit seinen Gorilla-Plakaten für Aufsehen sorgte, sprang zwar kräftig vor von Listenplatz 19 auf 4, das reichte aber trotzdem nicht zum Einzug in den Stadtrat.

Die Linken holen 3,3 Prozent und einen Sitz: Rene Hähnlein (wie bisher).

Die ÖDP holt 2,5 Prozent und einen Sitz: Klaus Klumpers (wie bisher).

Besonderheit: Die Hebamme Dagmar Murmann-Patzek springt von Listenplatz 40 auf 5 - damit hat sie 35 Plätze gut gemacht, also fast so viele wie Tessmer bei der SPD.

Die AfD holt 3,4 Prozent und zieht erstmals mit einem Sitz in den Stadtrat ein: Axel Wehrmeister.

Die Coburger Liste holt 2,3 Prozent und zieht erstmals mit einem Sitz in den Stadtrat ein: Martina Benzel-Wey, die bereits seit 2014 dem Stadtrat angehört, damals aber noch über die Grünen-Liste gewählt wurde.