Die Veranstalter des Coburger Vogelschießens haben sich 2023 aus mehreren Gründen gegen ein Festzelt entschieden. Das sorgte für Kritik. Jetzt machte der häufige Regen aber eine spontane Maßnahme nötig.
Das Coburger Vogelschießen 2023 läuft seit Freitag (28. Juli 2023) und geht noch bis Sonntag (6. August 2023). Es ist eine von vielen beliebten fränkischen Großveranstaltungen, die du heuer besuchen kannst. Nachdem die Veranstalter auf heftige Kritik am Bierkonzept reagiert hatten, gibt es jetzt ein zweites erklärungswürdiges Thema. Nicht jedem gefällt, dass das Festzelt in diesem Jahr fehlt.
Hinzu kommt nun das wechselhafte Wetter. Die Veranstalter reagierten kurzfristig mit einer Überdachung am Festbiergarten. Pressesprecher Matthias Klar verteidigt im Gespräch mit inFranken.de die Entscheidungen.
Biergarten bei Coburger Vogelschießen erhält Not-Überdachung - Festzelt hätte mehrere Zehntausend Euro gekostet
Mit dem Festzelt fehlt in diesem Jahr auch ein großer, durchgehender Schutz gegen Regen. Doch es gibt Gründe, warum man sich dagegen entschied, wie Klar erklärt: "Das Bierzelt wurde in den vergangenen 20 Jahren immer leerer und die Leute saßen draußen im Biergarten. Wir hätten über 35.000 Euro für ein Festzelt ausgeben müssen. Das hätte sich auch auf den Bierpreis ausgewirkt." Hinzukomme das ausschließlich ehrenamtliche Engagement der Veranstalter.
Zunächst schützten auf dem großen Festbiergarten lediglich Sonnenschirme gegen die Witterung. Doch am Montag (31. Juli 2023) postete das Team ein Bild von Planen über den Bierzeltgarnituren, mit den Worten: "Damit keiner mehr im Regen stehen gelassen wird. 400 überdachte Plätze. Aber auch der schöne Biergarten neben dem Autoscooter besitzt ein kleines Zelt."
Klars Begründung für die Maßnahme: "Bei einem Fest im Juli oder August gibt es vielleicht mal einen Regenschauer, aber momentan haben wir Wetterkapriolen, die man normalerweise um diese Jahreszeit nicht hat." Er zeigt sich zufrieden mit dem diesjährigen Konzept, auch wenn er von manchen Gästen zu spüren bekomme, dass sie das Festzelt vermissten. Er betont dabei: "Das Vogelschießen ist nicht nur ein Bierzelt" und wünscht sich mehr Aufmerksamkeit auf die aus seiner Sicht vielen Qualitäten der traditionsreichen Veranstaltung.
"Die Leute strömen hin": Volksfest trotz Kritik aus Sicht der Veranstalter bisher erfolgreich
Ohne das Festzelt hätten die Veranstalter beispielsweise auf Blaskapellen umsteigen können, deren Lautstärke unter freiem Himmel viel erträglicher seien. Von der neuen Achterbahn "Twister" sei er nach eigenem Test auch begeistert. Dann erwähnt er das Riesenrad als "Ritterschlag" eines Volksfests und Promi-Armbrustschießen. Trotz teilweiser Kritik sei das Coburger Vogelschießen 2023 bisher ein Erfolg: "Die Leute strömen hin, der Festplatz ist voll."
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Auch seien alle vergangenen Abende trocken gewesen. Zum Schluss spricht Klar ein "Hoch aufs Ehrenamt" aus: "Unser Lohn ist ein tolles Fest und, dass wir den Bürgern etwas geben können." Weitere Nachrichten aus Coburg findest du in unserem Lokalressort.
Bei früheren Vogelschießen gab es sogar mehrere Bierzelte. Es ist ein Unding, das Coburger Schützenfest ohne Bierzelt zu konzipieren. Unabhängig vom Wetter zieht ein Bierzelt/Festzelt insgesamt mehr Gäste an, wovon nicht nur der Bierzeltbetreiber profitiert, sondern auch alle anderen Schausteller mehr Zulauf haben! Kann man sowas seitens des Veranstalters nicht antizipieren??
Haben Sie den Text verstanden?
Laut Betreiber wurde das Zelt immer leerer mit den Jahren. Warum sollte hier für etwas bezahlt werden, was nicht genutzt wird? Und wenn es einem nicht passt, muss man eben anderswo sein Bier trinken. Gibt doch genügend Feste.