"Dringende Kontoprüfung erforderlich": Was steckt hinter der PayPal-Mail?

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Phishing-Mails im Namen von PayPal im Umlauf
Gleich mehrere Indizien weisen darauf hin, dass es sich bei der vermeintlichen PayPal-Mail um eine Phishing-Nachricht handelt.
Phishing-Mails im Namen von PayPal im Umlauf
Nuttapong punna/Adobe Stock

Einige PayPal-Nutzer erhalten aktuell E-Mails, die auf eine vorübergehende Einschränkung des Kontos hinweisen. Die Verbraucherzentrale ist alarmiert.

Betrüger haben es mit einer seit Mitte Januar 2026 kursierenden E-Mail auf PayPal-Kunden abgesehen. In der Nachricht wird behauptet, der Zugriff auf das PayPal-Konto des Opfers sei wegen einer angeblich notwendigen Sicherheitsprüfung vorübergehend eingeschränkt worden, teilt die Verbraucherzentrale mit. Demnach könne die volle Nutzung des Kontos laut der Mail nur wiederhergestellt werden, wenn die Empfänger ihre Kontodaten bestätigen. Verschickt wird die Nachricht unter dem Betreff "Dringende Kontoprüfung erforderlich".

Die Formulierungen in der Mail sollen Druck aufbauen: Durch den Hinweis auf eine bereits eingeschränkte Kontonutzung und die Aufforderung, den Zugang schnell wiederherzustellen, werde ein unmittelbarer Handlungsbedarf suggeriert, heißt es. Begründet werde dies mit dem angeblichen Schutz persönlicher Daten.

Phishing-Mail im Namen von PayPal - daran erkennst du sie

Auffällig ist zudem der Aufbau der Nachricht: Sie ist meist sehr übersichtlich gestaltet und konzentriert sich fast ausschließlich auf die zentrale Handlungsaufforderung. Ausführlichere Erklärungen oder Hintergrundinformationen fehlen.

Mehrere Details zeigen aber, dass es sich bei der E-Mail um einen Phishing-Versuch handelt. Typisch ist laut der Verbraucherzentrale eine unpersönliche Anrede wie "Sehr geehrte/r Nutzer/in," statt einer konkreten Anrede mit Namen. Häufig kommt eine unseriös wirkende oder offensichtlich falsche Absenderadresse hinzu.

Ein weiteres klares Warnsignal ist ein Link in der E-Mail, über den die Empfänger angeblich ihre Kontodaten bestätigen sollen. Solche Links führen häufig auf gefälschte Webseiten, die dem Original nachempfunden sind und sensible Zugangsdaten abgreifen sollen.

So solltest du generell mit Phishing-Mails umgehen

Phishing-Mails sollten ignoriert, nicht beantwortet und direkt in den Spam-Ordner verschoben werden, um persönliche Daten zu schützen. Links oder Anhänge in solchen Nachrichten sollten grundsätzlich nicht geöffnet werden.

Wer tatsächlich ein PayPal-Konto besitzt, sollte im Zweifel immer direkt die offizielle Website oder die App aufrufen und dort prüfen, ob entsprechende Hinweise oder Aufforderungen vorliegen, rät die Verbraucherzentrale. Nur über diese offiziellen Kanäle lassen sich Kontoinformationen sicher kontrollieren.