Ab April 2026: Aus für Streamingdienst in Deutschland - trotz besonderen Filmkatalogs

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Filmfans müssen künftig auf eine Alternative zu Netflix und Amazon Prime Video verzichten. Der Streamingdienst "LaCinetek" wird im April eingestellt.

Der Streamingdienst "LaCinetek" stellt im April 2026 seinen Betrieb in Deutschland und Österreich ein. Die französische Plattform bot eine große Auswahl an Arthouse-Filmen aus dem 20. Jahrhundert an - eine Nische, die sich gegen große Streaming-Konkurrenten wie Netflix und Amazon Prime Video scheinbar nicht durchsetzen konnte. Ein offizieller Grund für das Ende des Streamingdienstes hierzulande ist nicht bekannt, in Frankreich bleibt die Webseite bestehen.

"Wir danken allen, die dieses Abenteuer rund um das Filmerbe begleitet und möglich gemacht haben", teilt das Team hinter "LaCinetek" mit. Zum 10. April 2026 wird der Streamingdienst endgültig eingestellt. Bereits ab dem 5. März können keine neuen Abos mehr abgeschlossen und keine Filme mehr geliehen oder gekauft werden. Alle laufenden Abonnements werden ab März nicht mehr verlängert und enden zum jeweiligen Ablaufdatum oder spätestens am Tag der Abschaltung von "LaCinetek".

Ab 10. April ist Schluss: Streamingdienst "LaCinetek" wird eingestellt

Auch gekaufte Filme können Kunden nur noch bis zum 10. April ansehen, da die Webseite komplett abgeschaltet wird. Käufe innerhalb der letzten 12 Monate werden aber zurückerstattet. Über weitere mögliche Rückerstattungen informiert "LaCinetek" auf seiner Webseite.

Der Streamingdienst wurde 2015 mit dem Ziel gegründet, Filme im Internet zugänglich zu machen, "die sonst nicht sichtbar wären". Nach eigenen Angaben hat "LaCinetek" 850 Filme in seinem Katalog, ein Großteil davon sei bei keinem anderen Video-on-Demand-Service zu finden.

Eine weitere Besonderheit des Angebots: Regisseure aus aller Welt wählen die Filme für die Plattform aus. Sie erstellen jeweils eine Liste ihrer 50 Lieblingsfilme, auf deren Grundlage der Katalog von "LaCinetek" zusammengestellt und ständig erweitert wird. Nutzer können in den einzelnen Filmlisten stöbern oder übergreifenden Bestenlisten sehen, zum Beispiel die am häufigsten erwähnten Filme. Aktuell seien 149 Filmemacher beteiligt.

Zu den Filmen im Angebot zählen Klassiker wie "Citizen Kane", "Der dritte Mann" und "Das Boot" und weitere Werke berühmter Regisseure wie David Lynch, Wim Wenders und Oscar-Gewinner Bong Joon-Ho.

Vorschaubild: © Lino Mirgeler/dpa