Die Industrie- und Handelskammer zu Coburg (IHK) lehnt den von CDU, CSU, SPD und Grünen beschlossenen Mindestlohn in der vorliegenden Form ab. "Der gesetzliche Mindestlohn führt in die falsche Richtung", erklärt Präsident Friedrich Herdan in einer Stellungnahme.

Herdan warnt vor dem "massiven Eingriff in Arbeitsmarkt und Tarifautonomie" sowie negativen Folgen insbesondere für jüngere Menschen.

Kritisch sieht Friedrich Herdan nicht nur die Höhe des geplanten Mindestlohns. Auch die Ausnahmeregelungen seien nicht ausreichend. Für den IHK-Präsidenten ist es "völlig unstrittig", dass Erwerbstätige von ihrem Arbeitseinkommen "auch leben können sollen". Aber der gesetzliche, flächendeckende Mindestlohn bringe das Risiko mit sich, dass bestimmte Gruppen potenzieller Erwerbstätiger künftig durch noch höhere Hürden vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen würden.