Dagobert Cybula ist begeistert: In diesem Jahr hat er auf dem "Nachmittag der Generationen" einen Held seiner Jugend hautnah erleben dürfen. "Mit der Musik von Tony Marshall bin ich aufgewachsen - das waren tolle Zeiten", erzählt er strahlend. Seit vier Jahren ist er Stammgast auf dem Nachmittag der Generationen. "Ich finde es super, dass für uns Ältere eine so schöne Veranstaltung auf die Beine gestellt wird."

Genau das verbindet ihn mit seinem Idol: Tony Marshall, der im Februar nächsten Jahres seinen 80. Geburtstag feiert, möchte sich als "Sprachrohr seiner Generation" dafür einsetzen, dass den Älteren im Fernsehen wieder mehr Unterhaltung geboten wird. "In Deutschland leben 30 Millionen Senioren und auch die haben ein Mitspracherecht", verkündet er und singt "Auch mit 70 hat man noch Träume". Sein Auftritt bleibt aber nicht nachdenklich und verträumt. Marshall zeigt, dass er immer noch "auf die Pauke hau'n" und das Publikum mitreißen kann. Wenn er singt, dann gehen alle "Hände zum Himmel". Spätestens bei der "Schönen Maid" singt auch der letzte mit, und Tony verspricht, dass er wiederkommen will.

Neben Tony Marshall sorgt ein weiterer Schlagerstar am Montagnachmittag für ausgelassene Stimmung: Eberhard Hertel. Der Sänger aus dem Vogtland hatte bei der Fahr nach coCoburg eine Autopanne, kämpft bei seinem Auftritt kurz mit der Technik. Aber er lächelt alle Schwierigkeiten weg - schließlich singt er ja davon, dass man sich auch dann noch ein "Herz voll Sonne" bewahren soll, wenn wirklich alles schief läuft.

Neben seinen größten Hits hat Eberhard Hertel Grüße von seiner Tochter Stefanie im Gepäck. Wege ihr singt er "Kleine Fische werden groß" - ein Lied, dass er früher immer für "seine Stefanie" gesungen hat -und heute für seine 13 Enkel.

Wie jedes Jahr sind auch wieder "Mario Bamberger und seine Gaudi Buam" dabei. Sobald das Trio die Bühne betritt, wird ausgelassen geklatscht und gesungen. Natürlich darf bei ihnen der Walzer "Coburger Land" nicht fehlen.

Grete Ewert ist aus München nach Coburg gezogen. "Hier ist es viel ruhiger als in der Großstadt, das gefällt uns sehr", sagt sie. Auf den Nachmittag der Genertionen wollte sie, weil sie die Atmosphäre vom Oktoberfest kenne. "Die Auftritte waren alle klasse!" Besonders Eberhard Hertel hat ihr gefallen. "Den haben wir schon öfter gesehen und er war jedes Mal spitze!" Der Auftritt von Tony Marshall war das Highlight für Bernd Carl. "Er hatte schon immer die lustigste Musik, da kann ich jedes Lied mitsingen", erzählt er. Nur noch zwei Stars könnten das im nächsten Jahr noch toppen: "Wenn Herbert Pixner oder Andreas Gabalier kämen, wäre das echt der Oberhammer!"

Dagobert Cybula freut sich im nächsten Jahr auf den Auftritt von Mario Bamberger. "Und wenn der Tony nochmal käme, dann wäre ich glücklich!"