Die Industriestraße in Meeder ist einem desolaten Zustand. Vor allem vor der Firma Hamuel weist der Belag große Schlaglöcher, riesige Fugen und Risse auf. Der Bad Rodacher Architekt Horst-Dieter Göhring präsentierte am Montagabend dem Gemeinderat ein Ausbauprogramm, das den Bereich von dem Unternehmen bis in die Einmündung in die Bahnhofstraße umfasst. Darauf basierend beschloss das Gremium nun, das Ausschreibungsverfahren in die Wege zu leiten.


Stellplätze bleiben erhalten


Es handelt sich laut Bürgermeister Bernd Höfer um eine erstmalige Herstellung gemäß des Bebauungsplans, die nach dem Erschließungsbeitragsrecht abgerechnet wird. Die Ausbaulänge beträgt laut Göhring 198 Meter, die Breite umfasst 6,50 Meter.
Die Stellplätze vor der Firma sollen erhalten bleiben.

Für die Planung der Gehwege stehe aber noch die Zusage zum Grunderwerb aus, so der Bürgermeister. Im Zuge dieses Bauprojekts soll auch eine Entwässerungseinrichtung mit einer Drainage in den Regenkanal gelegt werden.


"Dringender Handlungsbedarf"


Insgesamt bezifferte Architekt Horst-Dieter Göhring die Kosten auf rund 314 000 Euro. Davon sind 104 000 Euro für den Kanal vorgesehen, der Rest sei für Straßenbau, Gehweg und Parkplätze eingeplant.

Gemeinderat Gerald Göhring (SPD) wies auf die Notwendigkeit einer zügigen Umsetzung hin: "Es besteht dort ein dringender Handlungsbedarf, wir dürfen nichts mehr hinausschieben."

In den Anwesen in der Kirchschlager und der Beuerfelder Straße kommt es immer häufiger nach starken Regenfällen zu einer Überflutung der privaten Grundstücke. Die Gemeinde hat deshalb den Architekten Göhring beauftragt, das Kanalsystem zu überprüfen.

Bürgermeister Bernd Höfer hofft auf Zuschüsse durch den Freistaat Bayern. Dieser stelle ein Förderprogramm von 30 Millionen Euro für Kanalsanierungen in Aussicht. Einstimmig sprachen sich die Gemeindräte dafür aus, die Fördermöglichkeiten zu klären.

"Wer werden sehen, ob das für die uns betreffenden Maßnahmen in Frage kommt," so Höfer. Die Kanäle müssten laut Architekten saniert werden, um das Überschwemmungsproblem in den Griff zu bekommen.


Wasser wird getrennt

In diesem Zuge soll das bestehende Mischwassersystem in ein Trennwassersystem umgewandelt werden. Der Kostenvoranschlag für die Kirchschlager und die Beuerfelder Straße beläuft sich ohne irgendwelche Zuschüsse auf 463 000 Euro.

Im Ortsteil Herbartsdorf soll der Teich künftig für die Entnahme von Löschwasser genutzt werden. Laut Höfer reiche bei großen Einsätzen der Feuerschutz nicht aus.


Löschteich wird ertüchtigt

Der Teich, der sich auf einem Grundstück von sechs Eigentümern befindet, soll ertüchtigt werden.

Die Kosten für das Ausbaggern, das Legen von Saugleitungen und den Einbau der Löschwasserentnahmestellen belaufen sich auf 18 772 Euro.

Die Gemeinderat stimmte der Kostenübernahme zu. Zudem wird mit dem Ortsteil Herbartsdorf ein Vertrag über die Nutzung abgeschlossen.