Brummifahrer hat "gut getankt" - und legt Chaosfahrt auf A73 hin

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Ein betrunkener Trucker war am Montagabend auf der A73 bei Ebersdorf ohne Licht und in Schlangenlinien unterwegs. Dabei geriet er wohl mehrfach an die Leitplanke.

Aufmerksamen Verkehrsteilnehmenden fiel am späten Montagaben (24. April 2023) laut der Polizei ein stark Schlangenlinien fahrender Sattelzug auf der A73 im Bereich Ebersdorf bei Coburg auf. Dieser war bei einsetzender Dunkelheit ohne Licht in Richtung Suhl unterwegs.

Die eingesetzten Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Coburg konnten den Sattelzug kurz nach der Anschlussstelle Eisfeld-Süd einholen. Die Anweisung, dem Streifenwagen an der nächsten Ausfahrt zur Verkehrskontrolle zu folgen, ignorierte der Brummifahrer jedoch zunächst. Er setzte seine Fahrt, wenn auch nur langsam, aber unbeirrt auf der Autobahn fort. 

Mit weit über 1,5 Promille unterwegs - durch Zufall Schlimmeres verhindert

Gemeinsam mit den Kollegen der Autobahnpolizei aus Thüringen gelang es letztlich, den Sattelzug in Schleusingen von der Autobahn zu lotsen. Der Grund für das Verhalten des Kraftfahrers war schnell gefunden: Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von weit über 1,5 Promille. Zudem konnten am Sattelzug frische Unfallschäden festgestellt werden, die in der Folge einer Unfallstelle auf Höhe des Parkplatzes "Coburger Forst" zugeordnet werden konnten.

Offensichtlich touchierte der Sattelzug hier die Leitplanke und überfuhr mehrere Verkehrsleitpfosten. Vermutlich war es nur dem Zufall zu verdanken, dass durch das verantwortungslose Verhalten des Truckers "nur" verhältnismäßig geringer Sachschaden entstand und keine Personen gefährdet oder verletzt wurden.

Hinterm Steuer wird der Trucker in nächster Zeit nicht mehr sitzen, seinen Führerschein musste er an Ort und Stelle abgegeben. Seine Fahrt mit dem Sattelzug hatte zudem die Entnahme einer Blutprobe sowie eine Anzeige wegen Gefährdung des Straßenverkehrs sowie Unfallflucht zur Folge.  

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