Abnehmen oder Ernährungsumstellung mit Hilfe der KI? Nicht unbedingt der beste Weg, um gesund und langfristig Gewicht zu verlieren. Wir erklären die Hintergründe.
KI – Künstliche Intelligenz – ist längst im Alltag angekommen. Auch beim Thema Ernährung und Abnehmen greifen viele Menschen inzwischen gerne zur KI‑Unterstützung. Ob Diätpläne, Kalorienberechnung oder Rezeptvorschläge: Die KI verspricht schnelle und einfache Lösungen. Doch gerade bei der eigenen Gesundheit lohnt sich ein genauer Blick. Denn was praktisch klingt, kann im schlimmsten Fall sogar schaden.
Nicht fehlerfrei: KI-Fehler mit Folgen für die Gesundheit
Die KI ist nicht fehlerfrei. Eine der größten Schwächen von künstlicher Intelligenz, die im Ernährungsbereich angewendet wird, ist die mangelnde Genauigkeit. KI-generierte Ernährungspläne weichen häufig deutlich von wissenschaftlichen Empfehlungen ab – und das nicht, weil die KI es besser wüsste als die Ernährungswissenschaft.
Vor allem bei der Berechnung des individuellen Energiebedarfs werden durch die KI erhebliche Fehler gemacht. Das kann im schlimmsten Fall Auswirkungen auf deine Gesundheit haben. Zumindest liefert die KI oftmals eine unausgewogene Nährstoffverteilung.
Typischerweise macht die KI Fehler bei der Berechnung eines individuellen Grundumsatzes. Das zeigt sich durch zu wenig Kalorienaufnahme und auch eine Unterversorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen. Dagegen wird oft zu viel Eiweiß veranschlagt, was dem Trend der proteinreichen Ernährung entspricht. Auch der Fettgehalt ist oft zu hoch. Wenn du dich langfristig so unausgewogen ernährst, kann das zu Mangelerscheinungen oder auch ungewolltem Gewichtsverlust führen.
Auch wenn es so scheint: Die KI kennt dich nicht wirklich
Auch wenn es im Gespräch mit dem Chatbot so scheint: Die KI kennt dich nicht wirklich. Und vor allem das Thema Ernährung ist hochindividuell. Es spielen Vorerkrankungen, Allergien, Lebensstil und Stoffwechsel eine Rolle. Genau an diesem Punkt stößt KI an ihre Grenzen. Sie kann dir zwar allgemeine Empfehlungen geben, aber die feinen Unterschiede zwischen Individuen nicht erfassen.
Algorithmen arbeiten mit Durchschnittswerten und standardisierten Daten. Komplexe gesundheitliche Zusammenhänge kann sie nicht erfassen. Dazu gehören etwa Wechselwirkungen zwischen Erkrankungen, Medikamenten und Ernährung. Das führt dazu, dass Empfehlungen zwar plausibel klingen, aber im Einzelfall unpassend oder sogar problematisch sein können.
In der Praxis bedeutet das, dass individuelle Unverträglichkeiten oft übersehen oder spezielle Ernährungsformen wie eine vegane Ernährung nicht immer korrekt berücksichtigt werden. Auch medizinische Aspekte fließen kaum in die Erstellung eines Diätplans per künstlicher Intelligenz mit ein.