Die Interessengemeinschaft (IG) ist ein Zusammenschluss von 17 Traditionsgärtnereien aus dem Stadtgebiet Bamberg. Das Spektrum der Betriebe reicht von Gemüse-, Kräuter-, Obst- und Zierpflanzengärtnereien bis hin zu Baumschulen und Staudengärten. Auch die Betriebsgrößen sind breit gefächert: Von der kleinen Familiengärtnerei bis zum großen mittelständischen Gartenbaubetrieb ist alles vertreten.
Ein zentrales Ziel der IG ist es, die wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass nicht nur die Gärtnerinnen und Gärtner von heute, sondern auch künftige Generationen in Bamberg eine ausreichende Erwerbsgrundlage vorfinden. Ein wichtiger Schritt dahin ist die Stärkung und Etablierung der Bamberger Gärtnerprodukte am Markt. Dabei setzen die Gärtner auf überbetriebliche Zusammenarbeit und gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit: Unter dem Logo "Gutes aus der Gärtnerstadt Bamberg" werden ausschließlich Produkte angeboten, die auf Bamberger Gärtnerland gewachsen sind. Dieses Gütesiegel garantiert Verbrauchern und Verbraucherinnen qualitativ hochwertige, saisonale und frische Ware und ermöglicht ressourcenschonenden und nachhaltigen Konsum.
Die Bamberger Gärtnereien verstehen sich als regional verwurzelte Betriebe, die in Bamberg zahlreiche Ausbildungs- und Arbeitsplätze schaffen. So setzen sie die gärtnerische Tradition ihrer Vorfahren fort. Gleichzeitig bewahren sie durch die Bewirtschaftung der historischen Anbauflächen im Stadtgebiet ein einzigartiges städtisches Kulturgut, das Bamberg als UNESCO-Welterbe unverwechselbar macht.
Die "Altstadt von Bamberg" wurde 1993 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Mit dieser Auszeichnung erkennt die internationale Gemeinschaft an, dass Bamberg ein wichtiges Zeugnis der menschlichen Siedlungsgeschichte ist. Das Bamberger Welterbe besteht dabei aus drei historischen Siedlungsgebieten: Bergstadt, Inselstadt und Gärtnerstadt.
Die Bamberger Gärtnerstadt stellt mit ihren innerstädtischen, von Erwerbsgärtnereien bewirtschafteten Flächen, eine kulturelle Besonderheit dar. Sie bildet die "grünen Wurzeln" der Stadt und bewahrt die Tradition des urbanen Gartenbaus. Seit dem Mittelalter bauen hier die Bamberger Gärtner ihre Produkte an, die, damals wie heute, weit über die Region hinaus exportiert werden. Mit ihrer besonderen Beharrlichkeit haben die Gärtner an ihren innerstädtischen Produktionsflächen festgehalten und damit die mittelalterliche Struktur der Gärtnerstadt bis heute erhalten, lebendig gestaltet und das Welterbe somit maßgeblich geprägt.
Bei diesem Text handelt es sich um eine Pressemitteilung.
Vorschaubild: © Lara Müller