Ein bisschen mehr Geduld als sonst müssen derzeit die Autofahrer südlich von Coburg haben: Weil unter einer Brücke direkt neben der Bundesstraße haufenweise Munition aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg gefunden wurde, ist die B4 am Montag von 9 Uhr bis in die Abendstunden hinein für den Verkehr gesperrt. Trotz der Umleitung über verschiedene kleine Ortsverbindungsstraßen hat die Coburger Verkehrspolizei bislang keine großen Störungen gemeldet bekommen. "Der Verkehr läuft störungsfrei", hieß es aus der Verkehrspolizeiinspektion.

Die Entscheidung, die Straße zu sperren, liegt - das betonte Sprengmeister Heinrich Bernhard Scho ausdrücklich - nicht in akuten Risiken durch eventuelle Explosionen begründet. Hauptgrund sind die in der Itz gefundenen Phosphor-Granaten, die beim Kontakt mit Sauerstoff in Brand geraten und für enorme Rauchentwicklung sorgen können. "Der Rauch könnte die Autofahrer ablenken, deshalb haben wir die Sperrung vorgeschlagen", sagte Scho. Gefahren für die Umwelt und die Anwohner durch den Rauch besteht nach ausdrücklicher Versicherung Schos nicht: "Der Rauch ist nur in sehr hoher Konzentration gefährlich."