Gute Nachricht für die vielen Autofahrer, die täglich auf der Bundesstraße 4 zwischen Neustadt und Rödental unterwegs sind: Die Arbeiten für Ausbau der Straße werden ihnen keine dramatischen Behinderungen bescheren. Das hat Jens Laußmann (Leiter der Servicestelle Kronach des Staatlichen Bauamtes Bamberg) bei einer Veranstaltung im Landratsamt mitgeteilt - sehr zur Freude von Neustadts Oberbürgermeister Frank Rebhan (SPD), der zuvor Sorge vor einem Verkehrschaos gezeigt hatte. "Das ist eine sehr befriedigende Antwort", sagte Rebhan nach einem Blick auf die Pläne.


In diesem Jahr beginnen die Arbeiten auf einem 500 Meter langen Stück von Mönchröden Richtung Haarbrücken. Dort wird unter anderem eine neue Brücke für den landwirtschaftlichen Verkehr gebaut, zudem wird das Bauamt die Trasse der Bundesstraße auf ein tieferes Niveau legen. Laußmann und seine Kollegen wissen dabei um die Bedeutung der B 4 im Verkehrsnetz des Landkreises und wollen beim Brückenbau möglichst wenig in den laufenden Verkehr eingreifen. "Das ist eine Maßnahme, die sehr vieler Überlegungen Bedarf", erklärte der Servicestellenleiter.


Zuständig für das Projekt ist Baurat Günter Engelhardt, der den Landkreis-Bürgermeistern den Stand der Planungen erläuterte. Derzeit läuft die Ausschreibung für den größten Teil der Arbeiten, die "Hauptmaßnahme" - sprich: der Ausbau der B 4 auf drei Fahrstreifen - wird in 2018 und 2019 stattfinden. Eine entscheidende Rolle beim Projekt spielt die neue Ortsverbindungsstraße von Mönchröden nach Haarbrücken. Diese wird direkt neben der Bundesstraße verlaufen und soll dem landwirtschaftlichen Verkehr sowie langsamen Fahrzeuge die viel befahrene Bundesstraße ersparen.

Gebaut wird die Ortsverbindungsstraße mit einer Breite von sechs Metern, damit ist sie auch leistungsfähig genug, um während der Bauzeit der neuen Trasse vorübergehend den Verkehr zwischen Rödental und Neustadt an der Baustelle vorbei zu führen.


Wie Engelhardt erläuterte, bringt die Vorgehensweise - zuerst die Ortsverbindungsstraße, dann die Bundesstraße - einen gewissen Zeitverlust mit sich. Aber die längere Bauzeit werde sich für die Autofahrer lohnen, sagte der für die Bauprojekte im Coburger Land zuständige Sachgebietsleiter: "So brauchen wir keine Ampel und keine Umleitung." Er erwarte deshalb in den kommenden zwei Jahren "keine erheblichen Behinderungen", versicherte Engelhardt.


"Siemens-Kreisel" wird erneuert

Mit dem 1700 Meter langen und 6,8 Millionen Euro teuren Ausbaustück wird das Engagement des Staatlichen Bauamts im Neustadter Raum nicht zu Ende sein. Nachdem die Verkehrsbelastung der Bundesstraße 4 seit der Freigabe der Rödentaler Umgehung dramatisch angestiegen ist, muss die einst als Staatsstraße entlang der innerdeutschen Grenze konzipierte Neustadter Umfahrung fit für die Zukunft gemacht werden.

Dazu gehört ein Ausbau des "Siemens-Kreisels" (geplant: 2018) sowie die Erneuerung der Fahrbahn zwischen dem "Siemens-Kreisel" und der Haarbrücker Abfahrt. Wie Günter Engelhardt im Gespräch mit dem Tageblatt ergänzte, gehören zu diesem Sanierungsprogramm auch die Brücken entlang der Strecke. Zur Brücke über die Bahnlinie Coburg- Sonneberg stehen Abstimmungsgespräche mit der Bahn an, einen Termin für die Bauarbeiten dort gibt es indes noch nicht.




Nachgezählt

17.000 Fahrzeuge sind pro Tag zwischen Neustadt und Rödental auf der Bundesstraße 4 unterwegs.