Einer der Piloten, der bei der Airshow mitmacht, ist Henry Bohlig, der bereits seit 40 Jahren fliegt. In Coburg zeigt er in der Extra 300XS zahlreiche Kunststücke.
"Das Streckenfliegen ist mir irgendwann zu langweilig geworden, da habe ich das Kunstfliegen für mich entdeckt", erklärt er. Am Anfang habe es sich noch komisch angefühlt, die Kunststücke zu fliegen. "Es ist eigenartig, die Welt auf dem Kopf zu sehen", erzählt er. Doch mittlerweile habe er sich daran gewöhnt. "Es ist nichts Unbekanntes mehr", sagt er.

Mit Respekt an die Sache heran

Beim Kunstfliegen komme es vor allen Dingen darauf an, die Linien und Winkel sauber auszuführen. "Man muss die 45- und 90-Grad-Winkel genau treffen", erklärt Henry Bohlig. Auch das Timing sei extrem wichtig. "Bei der Rolle dauert es genau eine Sekunde, bis das Flugzeug wieder gerade steht."

Viele Bilder der Airshow in Coburg finden Sie hier!

Dem mehrfachen Deutschen Meister und Vizeweltmeister im Kunstflug ist allerdings nicht mehr mulmig zumute, bevor er ins Flugzeug steigt. "Ich habe die Kunststücke schon so oft geübt, da habe ich kein Magensausen mehr. Aber ich gehe immer mit Respekt an die Sache heran", betont Henry Bohlig.

Mit Tandemsprung begann alles

Auch die Fallschirmspringerin Karo Zehentner-Weiland sagt, sie habe keine Angst mehr. "Ich vertraue der Technik, sie wird regelmäßig gewartet. Außerdem bilde ich selbst aus und weiß deshalb, wie man sich im Ernstfall verhalten muss", erklärt sie. Angefangen habe sie ihre Leidenschaft schon vor 25 Jahren. "Ich habe mit einer Freundin einen Tandemsprung gemacht und bin dann dabei geblieben", erzählt sie. Auch bei ihrem 1090. Sprung in Coburg sei das Gefühl nahezu unbeschreiblich gewesen: "Man fühlt sich wie ein Vogel, wenn man frei in der Luft schwebt. Es gibt nur wenige Sachen, die genauso gut sind", fügt sie lachend hinzu.

Lob für die Organisatoren

Unter den Zuschauern ist der Luftfahrt-Ingenieur Paul Gert. Für die Flugshow sei er extra aus Norddeutschland angereist. "In meinem Job bin ich für die Wartung von Flugzeugen zuständig, deshalb interessiere ich mich sehr für Flugsport", erklärt er. Die Vorführung der P51 habe ihm bisher am besten gefallen. "Außerdem freue ich mich noch auf die T28C", fügt er hinzu. Zudem gefalle es ihm, dass die Organisation in Coburg so gut funktioniere. "Wir konnten uns hier gut zurecht finden, sind sogar zu unserem Parkplatz gelotst worden", lobt Paul Gert.
"Wir haben viel Zeit investiert und die Airshow zwei Jahre geplant, damit alles reibungslos funktioniert", erklärt Michael Eschenbacher, Zweiter Vorsitzender des Aeroclubs Coburg. Allerdings gebe es Ausfälle, die man nicht einplanen kann. "Die DC3 hat uns aufgrund eines Motorschadens kurzfristig abgesagt", erzählt er. Da es eine historische Maschine ist, habe man kein zweites Flugzeug dieses Modells auftreiben können.

Sicherheit ist das höchste Gebot

"Michael Eschenbacher hat einen großen Bekanntenkreis, kennt viele der Piloten seit Jahren. Wir konnten schnell wenigstens einen vergleichbaren Ersatz finden", erklärt Rudi Weber. Bei der Auswahl der Flugzeugführer sei es besonders wichtig gewesen, dass sie viel Erfahrung mitbringen. "Es sollten keine jungen Piloten sein, die sich noch was beweisen wollen. Die Sicherheit ist bei uns in Coburg das höchste Gebot", erklärt Rudi Weber.
Wegen Gewitters fiel die Pyroshow MDM-1 FOX aus.