Das Problem ist nicht neu: In der Gemeinde Niederfüllbach schleichen seit Jahren herrenlose Katzen umher. Damit sich die Tiere nicht weiter unkontrolliert vermehren, hat die Gemeinde unlängst gemeinsam mit dem Coburger Tierschutzverein die Tiere kastrieren lassen. Es sind zwar weniger geworden, aber immerhin streunen noch zwischen zehn und 15 Katzen im Gemeindegebiet. Dies, so Gemeinderätin Corinna Leicht (ÜWN), ärgere viele Bürger.

Die Katzen halten sich auf dem Friedhof auf, wo sie in den Gräbern scharren und auch Verunreinigungen hinterlassen. Die Ursache für den "Friedhofsbesuch" sieht die Gemeinderätin in der Fütterung der Katzen. Eine Bürgerin, die in der Nähe wohne, stelle gefüllte Futternäpfe vor das Haus.


Die Viecher doch nicht noch mit Futter anlocken

Gegen die Katzen wetterte Tina Großman (ÜWN). Sie habe überhaupt kein Verständnis dafür, dass "die Viecher" mit Futter angelockt werden und Schaden auf dem Friedhof anrichten. Dies wollte Bürgermeister Martin Rauscher (FW) nicht stehen lassen. Wie er betonte, habe die besagte Dame die Erlaubnis, die Katzen zu füttern. Rauscher: "Wir können die Katzen doch nicht verhungern lassen." Das Tierheim sei überfüllt, die Katzen seien wild und nicht vermittelbar und ohne Hilfe der Menschen würden sie nicht überleben. Außerdem würden sie sich ohne Fütterung an den Mülltonnen des Edeka-Einkaufsmarktes bedienen. Dies sei bereits in der Vergangenheit vorgekommen. "Dann haben wir dort ein Problem", sagte Rauscher und betonte: "Es gibt hier keine Lösungen, ich wünsche mir Toleranz in dieser Sache."

Ruhe in die emotional geführte Diskussion um die herrenlosen Tiere versuchte Thomas Schöllchen (ÜWN) zu bringen. Es mangele vor allem an Aufklärung, meinte er und bat den Bürgermeister, im gemeindlichen Mitteilungsblättchen über den Hintergrund und die Herkunft der Katzen aufzuklären. Möglicherweise könnten ja mit verschiedenen Anpflanzungen die Katzen vom Friedhof ferngehalten werden.

Drei Varianten für den Neubau des Feuerwehrhauses

Für den Neubau des Feuerwehrhauses lagen drei Varianten vor, das neue Gebäude soll auf der Fläche vor dem Gemeinschaftshaus "Alte Bäckerei" errichtet werden. CSU-Fraktionssprecher Kilian von Pezold sprach sich für ein modernes, zeitgenössisches Design beim Bau des Gebäudes aus. Am besten gefiel den Räten der Vorschlag des Architekturbüros (lu:p) Lorenz aus Grub am Forst. Mit drei Gegenstimmen beschloss der Gemeinderat, diese Firma mit der weiteren Planung zu beauftragen, wobei noch einige Änderungen im Konzept umgesetzt werden sollen, zum Beispiel getrennte An- und Auffahrtswege, eine separate Umkleidekabine und ein größerer Lagerraum.

Im Zuge der Städtebauförderung soll die Brücke bei der Gaststätte "Beckenhaus" komplett erneuert werden. Bürgermeister Rauscher unterbreitete den Vorschlag, zuerst mit der Sanierung der Straßen zu beginnen und die Brücke zurückzustellen. Denn bevor eine neue Brücke gebaut wird, müsse ein umfangreiches Hochwasserkonzept vorliegen, davon hänge auch die Förderung ab. Rauscher befürchtete nun, dass das Konzept noch eine Zeit auf sich warten lasse, er möchte aber mit den städtebaulichen Maßnahmen dennoch vorankommen. Kilian von Pezold bemerkte, dass die Gestaltung der Straßen von der Brücke abhänge. Nun soll das Planungsbüro Strunz bei der nächsten Sitzung gehört werden.