Igor Chramov nimmt einen großen Schluck aus seiner Flasche, bevor er sich wieder der Hitze des Ofens aussetzt. Alle elf Minuten öffnet sich das Metallmonstrum und bläst dem 42-Jährigen die Wärme von 290 Grad Celcius entgegen. Heraus kommen zwei Metallformen, in denen Ober- und Unterkörper sowie Hände von Richard Wagner stecken. Die Formen mit dem gehärteten Plastik kommen sofort ins Wasserbad - es brodelt und spritz.

"Die Hände werden separat gefertigt. Anfangs waren sie am Oberkörper dran, aber da gab es Probleme. Dass hat uns wieder mindestens eine Woche gekostet", erklärt Thomas Messner. Der Chef der Neustadter Firma Otto Müller ist im Stress. Ihm sitzt der Künstler Ottmar Hörl, der Schöpfer der Wagner Figuren und kreativer Kopf, hinter der Ausstellung mit den 500 Figuren in Bayreuth, im Nacken.

"Herr Hörl träumt manchmal rum.