Eine besondere Gratwanderung stellt die stade Zeit für Profisportler dar. Vor allem im Hallensport sind zwischen den Jahren trotzdem Spiele angesetzt - teilweise sogar im Ausland. Plätzchen und Gänsebraten passen nicht wirklich in den strengen Trainingsplan. Corona sorgt heuer für eine zusätzliche Herausforderung.

Über Weihnachten in seiner Heimat Litauen, das Feiern als Profi und seine erste Fest-Erfahrung in Deutschland erzählt uns im vierten Türchen unseres Adventskalenders Osvaldas Olisevicius. Der 27-jährige Forward ist seit dieser Saison bei Medi Bayreuth in der Basketball-Bundesliga.

"Als Kind habe ich am meisten an Weihnachten geliebt, den Baum zu schmücken, Geschenke zu bekommen und auf den Weihnachtsmann zu warten. In Litauen ist es in erster Linie ein religiöses Fest. An Weihnachten verbringen wir Zeit miteinander, bereiten einen Truthahn zu und essen ganz traditionelle litauische Speisen. Eines meiner Lieblingsgerichte heißt "weißer Salat" und wird aus gekochten Kartoffeln und Karotten sowie Erbsen, sauren Gurken und Mayonnaise zubereitet. An diesen besonderen Tagen sind auch mal ungesunde Lebensmittel erlaubt.

Für mich bedeutet Weihnachten eine große Familienfeier, gute Atmosphäre und natürlich Geschenke tauschen. Meine Freundin und ich wollen dieses Jahr nach litauischen Traditionen feiern. Es wird unser erstes Weihnachten in einem anderen Land. Zudem sieht das Fest wegen Corona definitiv anders aus. Meine Familie kann uns leider nicht besuchen, aber wir werden über das Internet andere Wege nutzen, um uns zu sehen. Schon als ich Profi wurde, hat sich viel geändert. Ich kann nicht mehr so viel Zeit mit meiner Familie verbringen, wie ich es gerne tun würde. Ich habe mich aber für diese Art von Job entschieden und das gefällt mir.