Update: Durchbruch im Mordfall Peggy Knobloch: Mann legt Geständnis ab

Im Oktober 2016 finden die Ermittler am Fundort der Leiche von Peggy aus Lichtenberg im Kreis Hof DNA-Spuren des NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt. Der Abgleich in den Datenbanken hätte diesen Treffer ergeben.

Eine überraschende Wende in zwei der spektakulärsten Kriminalgeschichten der neueren deutschen Geschichte deutet sich an.

Eine Verunreinigung sei ausgeschlossen, heißt es anfangs. Dann rudern Staatsanwaltschaft und Polizei in Bayreuth zurück. Im November werden weitere Gutachter eingeschaltet.

Der Fokus liegt auf der Überprüfung des Spurensicherungsgeräts der Tatortgruppe der Polizei Thüringen. Es wurde sowohl im Fall Uwe Böhnhardt als auch bei den Spurensicherungsmaßnahmen im Zusammenhang mit den aufgefundenen sterblichen Überresten von Peggy eingesetzt. Möglicherweise sind Verunreinigungen für die Spur verantwortlich.

Am Mittwochvormittag, 8. März 2017, um 11 Uhr wollen Polizei und Staatsanwaltschaft die Ermittlungsergebnisse vorstellen.


BR: Kein Zusammenhang zwischen Fall Peggy und dem NSU

Wie der Bayerische Rundfunk (BR) schon im Vorfeld erfahren haben will, gebe es keinen Zusammenhang zwischen dem NSU und dem Fall Peggy. Die Verunreinigung der DNA-Spuren habe sich bei den weiteren Ermittlungen bestätigt, vermeldet der BR.

Offenbar war die DNA des mutmaßlichen NSU-Terroristen Böhnhardt durch ein verunreinigtes Spurensicherungsgerät der thüringischen Polizei in die Nähe der Leiche von Peggy geraten. Die Spurensicherung hatte offenbar in beiden Fällen denselben Zollstock verwendet.