Acht Einsätze in 18 Stunden für die Feuerwehr Bayreuth: Für die Bayreuther Feuerwehr sollte sich der Freitag (14. August 2020) als arbeitsreicher Einsatztag entpuppen. Innerhalb von 18 Stunden mussten insgesamt neun Einsatzstellen, teilweise parallel, abgearbeitet werden. Dies geht aus einer Pressemitteilung der Freiwilligen Feuerwehr Bayreuth vom Samstag hervor.

Den Auftakt machte demnach um 6.45 Uhr ein ausgelöster Brandmelder im Briefzentrum Wolfsbach. Die alarmierten Einsatzkräfte der Abteilung Ständige Wache und der Feuerwehr Wolfsbach konnten vor Ort jedoch keinen Brand feststellen. Weiter ging es für die Abteilung Ständige Wache um 10 Uhr erneut mit einer ausgelösten Brandmeldeanlage in der Hegelstraße.

Bayreuther Feuerwehr muss achtmal ausrücken

Keine fünf Minuten nach dem Alarm löste die Brandmeldeanlage einer Firma in der Weiherstraße Alarm aus, zu der die örtlich zuständigen Abteilungen Innere Stadt und St. Georgen sowie die Feuerwehr Bindlach alarmiert wurden. Während an der ersten Einsatzstelle keine Feststellungen gemacht werden konnten, konnte an zweiter ein kleiner Schmorbrand als Ursache ausfindig gemacht werden - ein Eingreifen war aber laut Feuerwehr dennoch nicht erforderlich.

Am frühen Nachmittag, gegen 13.45 Uhr, wurde das Kleinalarmfahrzeug in die Richard-Wagner-Straße alarmiert, dort war die Straße in Folge eines Wasserrohrbruchs überschwemmt. Nach dem Eintreffen der Stadtwerke konnten die Einsatzkräfte wieder abrücken. Gegen 19.45 Uhr löste eine weitere Brandmeldeanlage im Ortsteil Aichig Alarm aus. Auch hier mussten die angerückten Einsatzkräfte der Abteilung Ständige Wache jedoch nicht eingreifen.

Wenige Stunden später ging es der Pressemitteilung zufolge dann erneut Schlag auf Schlag: Gegen 23.20 Uhr wurde ein Verkehrsunfall auf der Autobahn zwischen den Anschlussstellen Bayreuth Nord und Bindlacher Berg in Fahrtrichtung Norden gemeldet. Dort war der Anhänger eines Lkw umgekippt, verletzt wurde aber niemand.

Krankenhaus-Brandmeldeanlage löst Alarm aus

Abermals keine fünf Minuten nachdem die Einsatzkräfte der Abteilung Ständige Wache zu dieser Einsatzstelle ausgerückt waren, lief eine Feuermeldung durch die Brandmeldeanlage des Bezirkskrankenhauses in der Leitstelle ein. Hierzu wurde die Abteilung Innere Stadt und die Feuerwehr Heinersreuth alarmiert. Ausgelöst hatte der Melder vermutlich aufgrund von Staubentwicklung in einer Lüftungsanlage, die Kräfte konnten daher zügig wieder abrücken.

Ein letztes Mal waren die Feuerwehrkräfte gegen 0.30 Uhr gefordert. Erneut nahezu zeitgleich lösten die Brandmeldeanlagen im Rotmain-Center-Parkhaus und im Bezirkskrankenhaus aus. Während an der ersten Einsatzstelle kein ersichtlicher Auslösegrund vorlag, wurde im Bezirkskrankenhaus abermals Staubentwicklung in der Lüftungsanlage vermutet. Um weitere Alarmmeldungen zu vermeiden, wurde die Lüftung durch einen hinzugezogenen Techniker in Revision genommen.

"Frühzeitige Branderkennung ist essenziell wichtig"

"Wenngleich die überwiegende Mehrzahl an ausgelösten Brandmeldeanlagen nicht auf Brandereignisse zurückgeführt werden kann, sind diese für die frühzeitige Branderkennung dennoch essenziell wichtig", betont Felix Lindner vom Presseteam der Freiwilligen Feuerwehr Bayreuth. Brände könnten so noch in der Entstehungsphase erkannt und damit vor allem Personenschäden deutlich reduziert werden.

"Das eindrucksvollste Beispiel der letzten Jahre war der Brand in einem Altenheim am Glasenweiher: Damals brannte es in den frühen Morgenstunden im Zimmer eines Patienten", so Lindner weiter. Aufgrund der frühzeitigen Auslösung der Brandmeldeanlage sei nicht nur das Pflegepersonal auf den Brand aufmerksam geworden, sondern auch gleichzeitig die Feuerwehr alarmiert worden.

Als das Pflegepersonal nach den ersten Rettungsmaßnahmen den Brand über den Notruf in der Leitstelle gemeldet habe, seien bereits die ersten Einsatzfahrzeuge an der Einsatzstelle eingetroffen. "Dadurch konnte nicht nur der Bewohner lebend aus dem Brandraum gerettet, sondern auch die weiteren Bewohner in Sicherheit gebracht und die Brandausbreitung auf weitere Zimmer verhindert werden."

In der Nacht auf Freitag sind bislang unbekannte Täter ins Tierheim Bayreuth eingebrochen. Schatzmeister Oliver Pichl ist entsetzt: "Man kämpft das ganze Jahr um Einnahmen und dann sowas". Die Polizei sucht Zeugen.