Bislang unbekannte Betrüger erbeuteten über einen Messenger-Dienst mehr als tausend Euro von einer 76-Jährigen. Die Kriminalpolizei Bayreuth hat die Ermittlungen übernommen und warnt die Bevölkerung. 

Die Rentnerin dachte an nichts Böses, als sich am Montagnachmittag (07.03.2022) ihre angebliche Tochter über WhatsApp bei ihr meldete. Sie habe ihr Smartphone verloren und deshalb eine neue Rufnummer. Weil sie dringend Geld bräuchte, bat sie die 76-Jährige um eine Sofortüberweisung. Ohne Bedenken überwies die Frau das geforderte Geld. Wie sich dann herausstellte, war die Rentnerin auf Betrüger hereingefallen.

Ähnlicher Fall in Hersbruck: Mit WhatsApp-Masche 2500 Euro erbeutet

In Hersbruck wurde ein ähnlicher Betrugsfall gemeldet. Eine 60-Jährige nahm an, dass ihre Tochter sich per WhatsApp bei ihr melden würde. Auch hier gab die vermeintliche Tochter vor, zwei Überweisungen tätigen zu müssen, wozu sie selbst nicht in der Lage sei und bat ihre Mutter darum. Deshalb überwies die Frau knapp über 2500 Euro in zwei Vorgängen an eine Kontonummer, wie die Polizeiinspektion Hersbruck mitteilte.

Später meldete sich die richtige Tochter und der Betrug fiel auf. Die Polizei warnt eindringlich davor, wenn sich angebliche Angehörige per Textnachricht melden und vorgeben, eine neue Handy-Nummer zu haben. 

Sich per Textnachricht als nahestehende Person auszugeben und um eine Überweisung zu bitten, ist mittlerweile eine gängige Masche der Gauner. Erst vor Kurzem warnte die Polizei Dinkelsbühl vor der fiesen Betrugsmasche, die immer häufiger auftritt.

Gängige Betrugsmasche über WhatsApp - Polizei gibt wichtige Tipps

Auch die oberfränkische Polizei warnt vor dieser Betrugsfalle und bittet darum, insbesondere ältere Angehörige darüber aufzuklären und folgende Tipps zu berücksichtigen: 

  • Frage persönlich nach, wenn du von einer unbekannten Handy-Nummer über Messenger-Dienste kontaktiert wirst.
  • Sei misstrauisch, wenn du per WhatsApp und Co. mit Geldforderungen konfrontiert wirst.
  • Speichere unbekannte Rufnummern nicht ohne weiteres als Kontakt ein.
  • Wende dich bei Verdachtsmomenten an die Polizei. 
  • Solltest du bereits eine Überweisung getätigt haben, setze deine Bank über den Vorfall in Kenntnis und erstatte Anzeige.
  •  Lösche keinesfalls den Chatverlauf.  

Solltest du oder ein Angehöriger trotzdem auf Betrüger hereingefallen sein, melde dich umgehend bei der zuständigen Polizeidienststelle.

Vorschaubild: © CC0 / Pixabay / arivera