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Verbrechen

Ex-Shishabar-Betreiber wegen Vergewaltigung verurteilt - Anwälte legen Revision ein

Ein 30-Jähriger aus Bayreuth wurde zu einer Gefängnisstrafe verurteilt: Er hatte eine 22-jährige Frau in eine Wohnung gelockt und dort vergewaltigt. Seine Anwälte halten ihn jedoch weiterhin für unschuldig und legen nun Revision gegen ein.
 

Ein ehemaliger Betreiber einer Shisha-Bar in Bayreuth wurde wegen Vergewaltigung verurteilt. Er hatte eine junge Frau zum Analverkehr gezwungen. Seine Anwälte haben nun Revision gegen das Urteil eingelegt: Sie glauben nicht, dass der 30-Jährige die Frau vergewaltigte. Vor Gericht beteuerte der Ex-Shishabar-Betreiber bis zuletzt, der Geschlechtsverkehr sei einvernehmlich gewesen.

Update vom 17.02.2021, 10.20 Uhr: Nach Urteil zur Freiheitsstrafe: Anwälte legen Revision ein

Die Anwälte des ehemaligen Betreibers einer Shishabar in Bayreuth haben Revision eingelegt. Sie glauben nicht, dass der 30-Jährige eine junge Frau vergewaltigte. Das Landgericht Bayreuth hatte den Angeklagten in der vergangenen Woche zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren mit Unterbringung in einer Entziehungsanstalt verurteilt.

Aus Sicht des Gerichts lockte der ehemalige Barbetreiber die Frau Ende Januar 2020 in seine Wohnung. Dort soll er die damals 22-Jährige zu Analverkehr gezwungen und zwei Bekannten Sex mit ihr angeboten haben. Nur der zufällige Anruf eines Freundes verhinderte aus Sicht des Gerichts möglicherweise eine Gruppenvergewaltigung.

Der 30-Jährige hatte vor Gericht beteuert, der Sex sei einvernehmlich gewesen. Seine beiden Verteidiger plädierten am Ende des Verfahrens für Freispruch.

Update vom 09.02.2021, 16.03 Uhr: Ehemaliger Betreiber einer Shisha-Bar wegen Vergewaltigung verurteilt

Im Verfahren gegen Ali A. aus Bayreuth ist ein Urteil gefallen. Das Gericht ist sich sicher: Der ehemalige Betreiber einer Shisha-Bar hat eine junge Frau vergewaltigt. Womöglich hätte es sogar noch schlimmer für das Opfer enden können.

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Wie ein Justizsprecher am Dienstag (9. Februar 2021) erklärte, habe nur der zufällige Anruf eines Freundes möglicherweise eine Gruppenvergewaltigung verhindert.

Der ehemalige Bar-Betreiber soll die Frau Ende Januar 2020 in einem Club kennengelernt haben. "Die Frau wollte Drogen, das nutzte er als Lockmittel", sagte der Sprecher. Die damals 22-Jährige sei mit ihm in seine Wohnung über der Shisha-Bar gegangen.

Nach Vergewaltigung: Täter bietet das Opfer seinen Bekannten an

Obwohl sie sich mehrfach wehrte, wurde die Frau aus Sicht des Gerichts Opfer einer Vergewaltigung. Der 30-Jährige hatte vor Gericht beteuert, der Sex sei einvernehmlich gewesen. "Die Angaben der Geschädigten waren aber glaubhaft, da gab es gar kein Rütteln", erklärte der Sprecher des Landgerichts.

Der 30-Jährige habe nach dem Analverkehr zwei Bekannte angerufen und ihnen Sex mit der jungen Frau angeboten. Die beiden Männer seien tatsächlich in die Wohnung gekommen.

"Durch Zufall hat dann ein Zeuge angerufen und Schreie im Hintergrund gehört", sagte der Sprecher. Er sei sofort zur Wohnung gegangen und habe der Frau geholfen.

Keine Gruppenvergewaltigung: So fiel das Urteil aus

Zu einer Gruppenvergewaltigung sei es nicht gekommen, betonte der Gerichtssprecher. Das Verfahren gegen die anderen Männer sei eingestellt worden.

Der Angeklagte wurde hingegen zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren mit Unterbringung in einer Entziehungsanstalt verurteilt. Sollte das Urteil gegen den 30-Jährigen rechtskräftig sein, muss er wegen Alkoholprobleme zur Behandlung in ein Bezirkskrankenhaus.

Update vom 18.11.2020: Angeklagter vor Gericht - Frau soll "treibende Kraft" gewesen sein

Was passierte am 26. Januar 2020 über einer Shisha-Bar in Bayreuth? Diese Frage will aktuell das Landgericht Bayreuth klären. Dort läuft der Prozess gegen den Hauptverdächtigen der Tat aus dem Frühjahr. Der Hauptverdächtige soll eine 22-Jährige sexuelle missbraucht haben.

Der Betreiber einer Shisha-Bar in Bayreuth hat zum Prozessauftakt am Mittwoch vor dem Landgericht Bayreuth die Vergewaltigung einer jungen Frau bestritten. Das meldet die Deutsche Presseagentur nach der ersten Verhandlung. Die Staatsanwaltschaft warf dem 30-Jährigen vor, eine 22-Jährige zu Analverkehr gezwungen zu haben, obwohl diese sich gewehrt habe.

Den Ermittlungen nach lernte der Angeklagte die Frau Ende Januar in einem Club kennen und nahm sie mit in seine Wohnung. Der Mann soll laut Staatsanwalt einen Bekannten angerufen und ihm mitgeteilt haben, «dass er ein Mädchen zu Hause habe und wenn er Sex haben wolle, solle er zu ihm in die Wohnung kommen.» Dann soll er sich an der jungen Frau vergangen haben. Der Angeklagte gab am Mittwoch jedoch an, beide hätten einvernehmlich miteinander verkehrt.

Im Laufe der Nacht kamen drei weitere Männer in die Wohnung, die zwischenzeitlich als Mittäter beschuldigt worden waren. Einer der Männer soll die 22-Jährige unsittlich berührt haben, ließ aber von ihr ab, als diese sich wehrte. Ein anderer Anwesender rief den Notruf. Im Laufe der Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Männer nicht an der mutmaßlichen Tat beteiligt gewesen waren. Die Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen gegen sie ein.

Der Angeklagte bestritt die Vorwürfe am Mittwoch und stellte die junge Frau als treibende Kraft der sexuellen Handlungen dar. Zudem belastete er einen anderen der Anwesenden, der die Frau bedrängt haben soll. Sowohl der Angeklagte als auch die junge Frau standen in der Nacht unter Alkoholeinfluss.

Update vom 19.06.2020: Anklage gegen Ali A. erhoben – beginnt schon bald der Prozess? 

Der Hauptangeklagte im Vergewaltigungsfall einer 22-Jährigen in Bayreuth, Ali A., sitzt derzeit in U-Haft. Wie die Staatsanwaltschaft und Richter Clemens Haseloff auf Anfrage von inFranken.de am Freitag (19. Juni 2020) mitteilten, wurde bereits am 2. Mai 2020 Anklage gegen den 29-Jährigen erhoben. Damit liegt die Zuständigkeit nun beim Amtsgericht.

Aktuell läuft das Zwischenverfahren - ein Prozess, in dem entschieden werden soll, ob es zu einem Hauptverfahren kommt. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass es ein Hauptverfahren geben wird“, erklärt Richter Clemens Haseloff. Eine Entscheidung darüber soll es baldmöglichst geben.  

Update vom 30.01.2020: Polizei kannte Ali A. bereits vor Vergewaltigung in Bayreuth

Gegen den mutmaßlichen Vergewaltiger, der am 26. Januar 2020 über seiner Shisha-Bar in Bayreuth eine 22-Jährige missbraucht haben soll, liefen bereits in der Vergangenheit Ermittlungen, berichtet die Bild.

Im Oktober 2017 ging es ebenfalls um ein Sexualdelikt, der Aufenthaltstitel von Ali A. soll im November 2019 ausgelaufen sein. Ein 24-Jähriger hatte am Sonntag die Schreie der Frau gehört und sie vermutlich aus den Fängen der vier Tatverdächtigen gerettet.

Hauptverdächtiger in Untersuchungshaft - keine Gruppenvergewaltigung

Der 29-jährige Ali A. sitzt in U-Haft, er wurde in die Justizvollzugsanstalt gebracht. Gegen weitere drei Männer im Alter zwischen 21 und 29 Jahren wird wegen "Beteiligung an einer Vergewaltigung" ermittelt. Sie befinden sich derzeit auf freiem Fuß. Von einer "Gruppenvergewaltigung" - wie es bei einigen Medien, die über den Fall berichten, zu lesen ist - kann daher keine Rede sein.

Zeuge rettet Frau aus Wohnung des Vergewaltigers

Ein 24-jähriger Zeuge hatte offenbar Schreie aus der Wohnung eines Bekannten gehört. Es waren die Schreie einer Frau. Wie sich später herausstellte, die Schreie des 22-jährigen Vergewaltigungsopfers.

Diese weckten bei dem 24-Jährigen den Verdacht, dass die Frau gegen ihren Willen sexuell missbraucht wird. Der Zeuge, der ein Azubi der JVA sein soll, hörte die Schreie über ein Telefonat mit einem der Tatverdächtigen. Das schildert der 24-Jährige in einem Interview. Zu diesen Informationen hielt sich Polizeisprecherin Anne Höfer auf Nachfrage von inFranken.de jedoch bedeckt.

In der Wohnung, die sich im Bayreuther Stadtteil Kreuz über einer Shisha-Bar befindet, traf der junge Mann dann auf den Bewohner, einen 29 Jahre alten Mann, drei weitere Männer und die junge Frau (22). Ihm bot sich ein schlimmer Anblick. Die junge Frau lag schreiend auf dem Boden, zwei Männer bei ihr. Der Zeuge befreite die 22-Jährige trotz Gegenwehr des 29-Jährigen und nahm sie mit aus der Wohnung. Es soll zu einer handfesten Auseinandersetzung gekommen sein.

Auf der Straße vor dem Haus vertraute die 22-Jährige ihrem Retter an, dass sie vergewaltigt worden sein soll. Daraufhin rief der 24-Jährige die Polizei. Schnell waren mehrere Streifenbesatzungen vor Ort. Beamte der Kriminalpolizei übernahmen die weiteren Ermittlungen und Spurensicherungsmaßnahme am Tatort. Die vier Männer wurden vorläufig festgenommen.

Rechtsmediziner belastet 29-Jährigen

Bei den anschließenden umfangreichen Ermittlungen unter Hinzuziehung eines Rechtsmediziners, erhärtete sich der dringende Tatverdacht der Vergewaltigung gegen den 29-Jährigen. Am Montag (27. Januar 2020) erging auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bayreuth Haftbefehl gegen den Beschuldigten.

Auf Nachfrage von inFranken.de beim Polizeipräsidium Oberfranken, bestätigte eine Sprecherin, dass drei der tatverdächtigen Männer eine ausländische Staatsangehörigkeit haben. Welche genau, wollte sie nicht bekannt geben.

 

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Symbolbild: Marcus Führer (dpa)