Dank des Eingreifens einer umsichtigen Bankmitarbeiterin konnte in Bayreuth am Mittwoch, dem 28. September 2022, ein Telefonbetrug verhindert werden: Fast wäre eine Rentnerin Opfer von Trickbetrügern geworden, die ihr einredeten, dass ihr Geld auf der Bank nicht sicher sei. Dies gab das Polizeipräsidium Oberfranken in einer Pressemitteilung bekannt.

Betrugsmaschen am Telefon liegen im Trend: Allein im Verlauf des Mittwochs, dem 28. September 2022, verzeichnete die oberfränkische Polizei über 20 Anrufe von Telefonbetrügern. Vor allem im östlichen Bereich des Regierungsbezirks wurden viele dieser Anrufe getätigt.

Bankarbeiterin erkennt Betrugsmasche - und greift ein

Die Masche der Betrüger bestehe dabei zumeist darin, die angerufenen Personen zu verunsichern. Mit Sätzen wie "Die Bankmitarbeiter sind kriminell." und  "Ihr Geld ist auf der Bank nicht sicher. Sie müssen es sofort abheben." üben die Telefonbetrüger psychischen Druck auf ihre Opfer aus.

Auch bei einem Fall in Bayreuth gelang es den Betrügern fast, so mehrere zehntausend Euro zu erbeuten: Eine 79-Jährige erhielt am frühen Nachmittag einen Anruf. Sie glaubte dem Betrüger und machte sich auf zu ihrer Hausbank am Luitpoldplatz. Als die Seniorin gegen 14 Uhr am Bankschalter mehrere zehntausend Euro abheben wollte, erkannte eine ganz und gar nicht kriminelle Bankmitarbeiterin die Betrugsmasche. Das Geldinstitut verständigte daraufhin die Polizei. Die Kriminalpolizei Bayreuth übernahm die weiteren Ermittlungen.

Aufgrund der aktuellen Häufigkeit der Fälle warnt die Polizei vor der betrügerischen Masche und rät dazu, folgende Hinweise zu beachten:

• Seien Sie misstrauisch bei Anrufen, die Ihre finanzielle und/oder persönliche Situation betreffen und geben Sie keine Auskunft.
• Informieren und warnen Sie Ihre Angehörigen zu diesen Betrugsmaschen.
• Lassen Sie sich zeitlich und emotional nicht unter Druck setzen. 
• Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen mit anderen Familienangehörigen Rücksprache. 
• Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen – auch nicht, wenn sie angeblich im Auftrag von Verwandten/Bekannten handeln.
• In dringenden Fällen wählen Sie den Notruf 110.