Auch zu Zeiten der Corona-Krise kann es vorkommen, dass das eigene Auto kaputtgeht. Leider können die Fahrzeuge keine Rücksicht auf unsere finanzielle Situation während des Lockdowns nehmen. Viele Menschen sind auf ihr Auto angewiesen, um zur Arbeit zu gelangen - die sie brauchen - um ihre finanzielle Lage wieder in den Griff zu bekommen. Der Kfz-Technikmeister und Inhaber der freien Autowerkstatt Auto-Check in Bad Berneck, René Krakor, hat eine Aktion gestartet, um genau diesen Menschen zu helfen.

"Die Aktion läuft seit dem 30. Januar 2021 und wird so lange weiterlaufen, wie der Lockdown dauert", erklärte Krakor im Gespräch mit inFranken.de. Er und sein Team aus Kfz-Mechanikern reparieren seither die Autos von den Menschen, die sich aufgrund der Corona-Krise und des verhängten Lockdowns in einer finanziellen Notlage befinden.

Solidarische Corona-Aktion: Werkstattbetreiber repariert kostenlos dringende Schäden

Wie der Inhaber in einem Facebook-Post schrieb, repariert er die Autos der Betroffenen ohne die Arbeitszeit der Reparatur zu berechnen. Lediglich die Kosten für die Ersatzteile müssen getragen werden. "Bitte nicht ausnutzen - nur, wenn du gerade wirklich ein dringendes KFZ-Problem hast und du auf das Auto angewiesen bist, sonst klappt das nicht", mahnte Krakor in seinem Post. 

Auf die Frage hin, ob er die Aktion nach dem Vorbild einer Autowerkstatt im Würzburger Raum gestartet hat, antwortete Krakor amüsiert, dass er den Inhaber dieser Werkstatt kenne und diese Idee aus einem gemeinsamen Stammtisch stamme. "Wir kennen uns aus der Ausbildungszeit", sagte Krakor und erklärte, dass an dem Stammtisch regelmäßig noch weitere Kfz-Mechatroniker teilnehmen und daher noch andere Werkstätten "deutschlandweit" diese Aktion gestartet hätten, zum Beispiel im Raum Dortmund.

"Damit ihr wieder aufmacht, bin ich an eurer Seite" - das Angebot gilt aber laut Krakor nicht nur für Unternehmer, wie Gastronomen oder Betreiber von Friseursalons. Auf Nachfrage betonte Krakor "das Angebot gilt für alle, die gerade Hilfe brauchen."

Zusammenarbeit ist in dieser schweren Zeit das Wichtigste

Aber wo kam ursprünglich die Motivation hinter dieser Aktion her? "Ich bin ein Mensch, ich kann da nicht einfach drüber schauen", erklärte Krakor, "man muss was tun". Außerdem sei es ihm sehr wichtig, dass man einander als Gesellschaft hilft, wo man kann. Er rief deshalb auch auf Facebook dazu auf, dass jeder dem es möglich ist, der Gesellschaft seine Hilfe anbieten solle. "In manchen Gastronomien gibt es auch schon Aktionen, um zu helfen."

Natürlich verlangt Krakor keine Gegenleistung für diese Aktion, trotzdem erwähnte er, dass sich auch sein Team in dieser schweren Zeit über "einen Gutschein für ein Essen von deinem Restaurant oder einen Haarschnitt für deinen Salon" freuen würde.