Wenn seine Schlafzimmer-Tür nicht geschlossen gewesen wäre, hätte ein 48-jähriger Gaustadter in der Nacht zum Dienstag ein Feuer in seinem Wohnzimmer vermutlich weniger gut überstanden. So aber hatte der Mann Glück im Unglück: Er schlief noch und hatte kaum Rauch eingeatmet, als die Feuerwehr in seine brennende Dachgeschoss-Wohnung eindrang und ihn rettete.



Ein Passant hatte am Morgen gegen 3.45 Uhr in der Gaustadter Hauptstraße das Feuer in einem Mehrfamilienwohnhaus bemerkt und die Leitstelle alarmiert. Als Stadtbrandrat Matthias Moyano eintraf, schlugen schon Flammen aus einem zerborstenen Dachfenster.

Die Bewohner des Erdgeschosses waren schon im Freien, während der Bewohner der Dachwohnung nicht auftauchte. Seiner Rettung galt vordringlich der Einsatz, anschließend wurden die Flammen bekämpft. Der 48-Jährige kam wegen des Verdachts auf eine Rauchvergiftung vorsorglich ins Klinikum.

Glück im Unglück war es laut Moyano auch, dass das Dachgeschoss mit feuerfester Mineralwolle gedämmt war. Wäre Styropor oder ein anderes Material verwendet worden, hätte sich der Brand schneller ausgebreitet, sagt der Stadtbrandrat.

Im Einsatz waren 30 Mann der Ständigen Wache und der Löschgruppen Gaustadt und Bamberg-Nord. Sie leiteten während der Löscharbeiten auch den Verkehr um. Mit Beginn des Berufsverkehrs am Dienstag sei die Hauptstraße wieder frei gewesen, berichten Feuerwehr und Polizei.

Die Brandursache ist noch nicht bekannt: Die Spezialisten der Kriminalpolizei ermitteln noch. Der Schaden am Haus wird auf 50 000 Euro geschätzt.

Die Bewohner der Erdgeschoss-Wohnung konnten nach dem Abzug der Feuerwehr wieder ins Haus. Der erste Stock soll derzeit nicht bewohnt sein.