Auch der am 26. November geplante verkaufsoffene Sonntag soll ersatzlos gestrichen werden. Grund für Entscheidung sind die sprunghaft steigenden Infektionszahlen, die nach Angaben von Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) bis zum Donnerstag, 29. Oktober, zu einer Inzidenz von über 100 Neuinfektionen binnen sieben Tagen in Bamberg führen dürften.

Der Weihnachtsmarkt war ursprünglich vom 24. November bis zum 23. Dezember geplant gewesen. Er sollte dezentral auf dem Maxplatz, auf dem Domberg und am Kranen stattfinden und als reiner Warenmarkt ohne gastronomisches Angebot durchgeführt werden. Der Beschluss fiel gegen fünf Stimmen u.a. von AfD und Bali, gleichzeitig äußerten viele Stadträte Befürchtungen über die schweren Konsequenzen dieser Entscheidung und des von Bund und Ländern verhängten zweiten Lockdowns im November.

Hoffen auf lange Einkaufsnacht

SPD-Fraktionschef Klaus Stieringer prognostizierte eine große Pleitewelle: "Nach Umsatzrückgängen von bis zu 40 Prozent im Einzelhandel ist das eine Katastrophe für die gesamte Bamberger Wirtschaft." Trotz der Absage will der Stadtrat an der langen Einkaufsnacht am 12. Dezember sowie an geplanten Lockerungen bei den Freischankflächen ab Dezember festhalten. Die Hoffnung ist, dass sich die Infektionslage durch den Lockdown schon im Dezember wieder bessern könnte.

Überblick: Welche Weihnachtsmärkte in Franken überhaupt noch stattfinden können und welche nicht, lesen Sie hier.