Ein bisschen mulmig ist einem als Radfahrer manchmal im Kreisel am Wilhelmsplatz (Justizgebäude): Autofahrer, die den Kreisel verlassen, müssen schon gut im Schulterblick geschult sein, um einen nicht zu übersehen. Der Fall ist allerdings klar: Wer kreiselt, hat Vorrang vor Ein- und Ausfahrenden. Ein Passant wollte mir einmal erklären, dass Radler hier nur Vorfahrt hätten, wenn sie absteigen. Aber das gilt nur an Zebrastreifen, die eben nur Fußgängern Vorrang gewähren, erklärt Kornelia Towstoles.

Die Leiterin des Straßenverkehrsamtes der Stadt Bamberg trifft sich nach geänderten Straßenführungen oft und lange mit der Verkehrspolizei, Rettungskräften und anderen Teilnehmern, um die Regelungen so klar wie möglich zu gestalten. "Unklarheiten dürfte es eigentlich keine geben", sagt sie. Und dennoch: "Es gibt anscheinend Regeln, die immer wieder falsch verstanden werden wollen."

So wird auch immer mal wieder nachgebessert, obwohl die Bestimmungen auch ohne zusätzliche Schilder klar sein sollten (siehe Foto unten rechts). Oder etwa auf der Erba-Insel würden Falschparker häufig argumentieren, "da war ja kein Schild". Aber da war doch eins - das gleich am Anfang, das die komplette Zone als eingeschränktes Halteverbot ausweist. Und das gilt bis zum Schild, das die Zone aufhebt (siehe unten links). Auch beim neuen Zweirad-Überholverbot an der Unterführung Moosstraße scheint es noch Erklärungsbedarf zu geben (siehe oben links).

Deshalb haben wir im Rahmen unserer Themenwoche Bildung bei der Behörde nachgefragt, welche Missinterpretationen im Bamberger Verkehrsgeschehen häufig vorkommen und welche Regeln eigentlich gelten. Diese sind in den Foto-Unterschriften erklärt.