Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg darfnun das Qualitätssiegel „Umweltbildung.Bayern“ tragen, heißt es in einer Pressemitteilung der Universität. Das Qualitätssiegel wird seit 2006 an gemeinnützige Einrichtungen, Selbstständige und Netzwerke verliehen, die sich besonders in der Bildung für nachhaltige Entwicklung in Bayern einsetzen und eine Transformation in der Gesellschaft aktiv mitgestalten. „Wir freuen uns sehr, dass unsere Anstrengungen im Bereich der Nachhaltigkeit auf diese Weise gewürdigt werden und wir nun das Qualitätssiegel für unsere Aktivitäten in der Steuerungsgruppe Nachhaltigkeit tragen dürfen“, sagt Kanzlerin Dr. Dagmar Steuer-Flieser, die die Steuerungsgruppe leitet.

„Die Universität hat eine gesellschaftliche Verantwortung, wenn es darum geht, Bildungsprozesse zu gestalten, die die Gesellschaft und die Wirtschaft hin zu einer Kultur der Nachhaltigkeit führen.“ Mit Projekten wie dem „UniGardening“ oder „UniBienen“ wirkt die Universität auch in die Gesellschaft hinein. Über den Lehrbienenstand der Didaktik der Naturwissenschaften werden Studierende dabei fachlich und didaktisch zum Aufbau und Führen einer Schulimkerei ausgebildet und dauerhaft für die Imkerei begeistert.

Der „UrbanGardening“ Demonstrationsgarten steht allen Interessierten offen

Die Steuerungsgruppe Nachhaltigkeit an der Universität Bamberg koordiniert seit 2016 verschiedene Arbeitsgruppen zu Nachhaltigkeitsinitiativen. Momentan vertreten 16 Personen die Bereiche Studium, Forschung, Lehre und Verwaltung. Eine der Arbeitsgruppen ist für das „UniGardening“ verantwortlich. Das Projekt ermöglicht es allen Universitätsangehörigen, Gemüse und Kräuter auf dem Universitätsgelände zu pflanzen, zu pflegen und zu ernten. Brachliegende Flächen werden dabei nach nachhaltigen Gesichtspunkten begrünt.

„UniGardening bietet einen ökologischen Gestaltungsraum mitten auf dem Unigelände“, sagt Dr. Yelva Larsen, Mitarbeiterin an der Professur für Didaktik der Naturwissenschaften. Sie betreut das Projekt gemeinsam mit Dr. Annamaria Pfeffer, ehemalige Mitarbeiterin an der Professur für Volkswirtschaftslehre, insb. Angewandte Wirtschaftsforschung. Es vernetzt die Universität mit Initiativen der Stadt, die Nachhaltigkeit als übergeordnetes Ziel ihrer Aktivitäten betrachten. Dazu gehörten etwa die Vereine Transition Bamberg und Bamberger Sortengarten – Grünes Erbe Bamberg. „In Zusammenarbeit mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bamberg und der Essbaren Stadt Bamberg wird seit dem Frühjahr 2020 am Schillerplatz 15 ein „UrbanGardening“ Demonstrationsgarten für Oberfranken angelegt, der nicht nur den Universitätsangehörigen, sondern allen Interessierten offensteht“, freut sich Yelva Larsen.

Universität darf das Siegel bis Dezember 2023 tragen

„Insgesamt tut sich an der Universität sehr viel im Bereich Nachhaltigkeit“, betont Dagmar Steuer-Flieser. „Zum Beispiel nutzen wir Strom aus regenerativen Energien, setzen E-Autos sowie Dienstfahrräder ein und haben seit einiger Zeit ein neues Mülltrennungssystem. Zahlreiche Lehrveranstaltungen, Forschungsprojekte und studentische Initiativen, die Nachhaltigkeit thematisieren, finden bereits statt.“ Die Universität darf das Qualitätssiegel „Umweltbildung.Bayern“ nun für drei Jahre tragen. Anschließend durchläuft sie eine Rezertifizierung.

Das Qualitätssiegel wird vom sogenannten Kernteam verliehen und weiterentwickelt. Im Kernteam sind der Landesbund für Vogelschutz, der Bund Naturschutz in Bayern, die Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung Bayern, das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) / Bayerische Forstverwaltung und das Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz vertreten. Das Qualitätssiegel wird getragen vom Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz.

Weitere Informationen zur Steuerungsgruppe Nachhaltigkeit unter:
www.uni-bamberg.de/nachhaltigkeit/steuerungsgruppe

Weitere Informationen zu den Projekten „UniGardening“ und „UniBienen“ unter:
www.uni-bamberg.de/unigardening und www.uni-bamberg.de/nawididaktik/unibiene