Knapp fünf Millionen Euro umfasst der Etat der Gemeinde Ebrach in diesem Jahr. Wie Kämmerer Konrad Götz in seinem Vorentwurf des Haushaltes darlegte, hat Ebrach in diesem Jahr wohl an einigem zu knabbern. Zum Beispiel am steuerlich recht erfolgreichen Jahr 2013. Denn das wird der Berechnung der diesjährigen Kreisumlage von 614 366 Euro (2014: 513 353 Euro) und den Schlüsselzuweisungen mit 670 136 Euro (2014: 751 644 Euro) zugrunde gelegt.

Schwierige Bedingungen

Bürgermeister Max-Dieter Schneider (SPD) beschrieb die Arbeit seines Kämmerers denn auch wie folgt: "Konrad Götz hat den Haushaltsentwurf unter schwierigsten Bedingungen gemacht, heuer ist haushaltstechnisch ein schwieriges Jahr."

Den Gesamtetat von knapp 5 Millionen Euro, konkret sind es 4 873 946 Euro, speisen der Verwaltungshaushalt (laufende Einnahmen und Ausgaben) mit
3 401 723 Euro und der Vermögenshaushalt (investive Maßnahmen) mit 1 472 223 Euro.

Die Investitionen sind es auch, auf die durch eine Kreditaufnahme von 277 479 Euro die Schulden zum Ende des Jahres auf dann 1 177 970 Euro steigen werden - von 996 491 Euro am Ende des Vorjahres. Das von guten Steuereinnahmen geprägte Jahr 2013, so führte Kämmerer Götz in der von Erstem Bürgermeister Schneider geleiteten Sitzung weiter aus, wird den Berechnungen für Zuweisungen und auch Abgaben zugrunde gelegt. Das heißt: mit 670 136 niedrigere Schlüsselzuweisungen als im Vorjahr (751 644 Euro) und zugleich eine von 513 353 auf 614 366 Euro gestiegene Umlage an den Landkreis.

Als größte Posten im investiven Bereich stellte der Kämmerer die Erschließungskosten (Wasser und Kanal) im neuen Baugebiet "Bahnhofstraße" mit gut 600 000 Euro vor. Gefolgt von der Breitbanderschließung mit 440 000 Euro und dem diesjährigen Anteil für die Sanierung der Realschulturnhalle mit 200 000 Euro von insgesamt 600 000 Euro.

Nach der Planung des Kämmerers werden dem Vermögenshaushalt vom Verwaltungshaushalt zwar 205 597 Euro zugeführt. Davon muss allerdings noch eine Tilgung mit 96 000 abgezogen werden, womit der Gemeinde heuer eine freie Finanzspanne von gerade mal 119 597 Euro bleibt. Was dann keine großen oder außerplanmäßigen Sprünge zulässt, wie Konrad Götz signalisierte. Recherchieren muss man noch etwas, was die Umlage für Burgwindheims Haupt- und Mittelschüler betrifft, hier scheinen Zahlen noch relativ unschlüssig. Bis zur April-Sitzung hat die Verwaltung dazu Zeit. Die Gremiumsmitglieder wiederum können sich bis dahin ihrerseits Gedanken zum Etat machen.
Seine Arbeit in den letzten eindreiviertel Jahren bilanzierte der bisherige Ebracher Jugendarbeiter Phil Gräfe. Er hatte diese Tätigkeit neben dem Studium ausgeübt. Weil er dieses nun beendet und sich ins Ausland verabschiedet, steht nun ein weiterer Wechsel an. Dass Gräfes Zeit befristet war, stand von vorneherein fest, da es sich um eine Schwangerschaftsvertretung handelte.

Hoffen auf Kontinuität

Allerdings kehrt die Vertretene nicht ins Amt zurück. Somit dürfen sich Ebrachs Kinder und Jugendliche auf eine neue Kraft, einen Mann, einstellen, der hier wiederum über den Trägerverein Iso arbeiten wird. Für Gräfe war die Ebracher Zeit eine schöne, von der er sich überzeugt zeigte, dass auch Gemeinde und Jugend profitierten. Mit einem Dank für das Geleistete und dem hoffnungsfrohen Ausblick, dass Gräfes Nachfolger nicht schwanger werden könne und somit wieder Kontinuität in der professionellen Jugendarbeit möglich wird, verabschiedetet Schneider den Jugendarbeiter.

Keine Beschlüsse nötig

Für die in den Bürgerversammlungen angesprochenen Dinge waren seitens des Gemeinderates keine Beschlüsse zu fassen, da alles auf dem Verwaltungsweg erledigt werden konnte, so Schneider abschließend.