Für einige Volleyball-Mannschaften des SC Memmelsdorf hat die Saison bereits mit Auswärtsspielen begonnen. Herren I (in Ingolstadt), Herren II (in Regensburg) und Damen I (in Bayreuth) bekamen schon einen Eindruck, wie eine Saison unter den Corona-Schutzmaßnahmen überhaupt durchführbar ist.

Am Samstag um 18 Uhr findet dann das erste Bayernliga-Heimspiel in der Seehofhalle gegen Bayreuth statt. "Es war für uns keine Option, in dieser Saison wegen Corona nicht anzutreten", sagt Abteilungsleiter Jürgen Endreß: "Wir wollen diese Saison mit allen Mannschaften durchziehen, insofern es die Pandemie auch zulässt." Die Gespräche mit der Gemeinde seien sehr fruchtbar verlaufen. Die einzige Ungewissheit vor dem Start in den tieferen Ligen sei beim SCM noch, ob bei Heimspielen in der Dreifach-Halle auch Dreifachspieltage durchführbar sind, wenn also mehrere Spiele parallel stattfinden. "Da jedes Hallendrittel eine separate Lüftungsanlage hat, sollte es bei heruntergelassenen Trennvorhängen kein Problem sein. Das müssen wir aber noch klären", so Endreß.

Dennoch werden die Heimspiele in Memmelsdorf vorerst wohl anders ablaufen, etwas kleiner und stimmungsmäßig gedämpfter. "Wir fahren die Bewirtung auf das Nötigste herunter, am Eingang werden Anwesenheitslisten geführt, bis zu den Sitzplätzen gilt Maskenpflicht", sagt Endreß: "Wir können aktuell nur schwer abschätzen, wie viele Zuschauer wegen Corona nun nicht mehr kommen. Das müssen wir auf uns zukommen lassen." Bei 100 Zuschauern sei momentan das Maximum erreicht. "Der Verband hat deswegen appelliert, dass zu Auswärtsspielen keine Fans mitfahren sollen", so Endreß.

Knapper Sieg im ersten Spiel

Während die ersten Spiele in der Seehofhalle also noch ausstehen, haben die Bayernliga-Herren bereits die ersten Punkte eingesackt: Bei der neuformierten Spielgemeinschaft aus TV und MTV Ingolstadt gewann der SCM mit 3:2 (25:16, 25:18, 23:25, 24:26, 15:12).

Ziel für das Team um Trainer Manuel Wolz ist in dieser Spielzeit, weiterhin die Philosophien und Spielprinzipien des Trainers zu etablieren und zusätzlich die vier Neuzugänge zu integrieren, von denen drei aus unteren SCM-Mannschaften stammen.

Obwohl Memmelsdorf nur zu acht angereist war, holten sich die Gäste die ersten beiden Durchgänge mit großem Vorsprung und hatten vielleicht schon den 3:0-Sieg vor Augen. Im dritten Durchgang startete Ingolstadt aber eine furiose Aufholjagd, holte sich den Satz mit 25:23 und erzwang anschließend durch das 26:24 den Match-Tiebreak. Coach Wolz peitschte seine Mannschaft nun energisch an, die Brüder Tobias und Michael Werner brillierten auf der Achse Zuspiel/Diagonal. Durch einen krachenden Block von Adrian Lamberti gelang Memmelsdorf das so wichtige 14:12, kurz danach war der Tiebreak-Gewinn und der 3:2-Sieg perfekt.