Bamberg
Beratung

So lassen sich Stimmen auf Erfolg trimmen

Der 16. April ist der "World Voice Day". Ein Anlass für die Bamberger Stimmtherapeutin Gerlinde Lamprecht, Menschen mit Problemen und anderen Anliegen rund ums Thema Stimme telefonisch zu beraten.
Gerlinde Lamprecht in ihrer Praxis, wo sie am 16. April Fragen rund ums Thema des
Gerlinde Lamprecht in ihrer Praxis, wo sie am 16. April Fragen rund ums Thema des "World Voice Day" beantwortet. Foto: Petra Mayer
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Als "Spiegel der Seele" gilt die Stimme, die der Philosoph Andreas Tenzer auch als hörbare Stimmung bezeichnete. Vieles, was wir gar nicht zu sagen meinen, schwingt bei der verbalen Kommunikation eben mit. Wie man/frau spricht, lässt auf Kompetenz oder Inkompetenz schließen, verführt oder stößt ab - je nachdem, ob Stimmen voll oder dünn, tief oder hoch klingen.

Schicksal? Nein, meinen Stimmtrainer wie Gerlinde Lamprecht, die sich am 16. April am Telefon allen Fragen rund ums Thema stellt. Jeder könne seine akustische Visitenkarte optimieren, die im beruflichen und privaten Bereich zum Erfolgs- oder eben Misserfolgsfaktor werden kann.

Neue Souveränität gewinnen
"Viele Menschen ahnen nicht, wie viel mehr sie aus sich - allein über ihre Stimme - machen könnten", meint die Bambergerin, die seit zwei Jahrzehnten als Trainerin und Therapeutin tätig
ist. Statt sich zu profilieren, würden Redner, die beispielsweise zu leise oder auch zu schnell sprechen, an Souveränität verlieren. Wie jener Richter, der vor einigen Jahren Lamprechts Rat suchte. "Im Verhandlungssaal war er kaum zu verstehen, was zu ständigen Nachfragen führte und den Betreffenden mehr und mehr verunsicherte." Darunter litt das Selbstwertgefühl des Juristen, was Stimmung und Stimme umso mehr belastete. Und nur mit Hilfe eines entsprechenden Coachings ließ sich der Teufelskreis, in dem er sich befand, durchbrechen.

Wichtiger denn je ist in der Mediengesellschaft des 21. Jahrhunderts die Ausstrahlung, das äußere Erscheinungsbild. So sucht jeder zweite Klient Gerlinde Lamprecht mittlerweile wegen eines entsprechenden Sprech- und Stimmtrainings auf. "Gerade Frauen wünschen sich angesichts ihrer helleren Stimmen ein bestimmenderes Auftreten." Wobei das Coaching weiter greift, beispielsweise auch Denkblockaden zu lösen und negative Verhaltensmuster abzubauen sucht, die bis in die Kindheit zurückreichen. "Die Stimme ist Ausdruck unser gesamten Persönlichkeit, aller Stimmungen und Befindlichkeiten. So gilt es auch darauf Einfluss zu nehmen." Entscheidend ebenso bei der Bekämpfung von krankhaftem Lampenfieber, das jeden Vortrag zur Qual macht.

Bei Überlastung
Natürlich sorgen keineswegs nur Ängste oder Unsicherheiten dafür, dass die Stimme versagt. "Viele kommen auch nach einem medizinischen Befund, der auf Überlastung zurückzuführen ist", berichtet Gerlinde Lamprecht. Gerade Erzieher oder Lehrer seien gefährdet, die sich Kindern täglich bis in den hintersten Winkel des Klassenzimmers verständlich machen müssen. "Sie schrauben die Stimme hoch und bekommen auf Dauer Probleme." Nicht anders als Sänger, die mit "zu viel Druck" singen und von der Bambergerin ebenfalls beraten werden.



"Symptome sind neben Heiserkeit und Missempfindungen im Hals beispielsweise auch ein reduzierter Stimmumfang und eine verminderte Steigerungsfähigkeit." In der Therapie würde man neue Wege zu einer belastbareren Stimme ausloten. Viele Menschen müssten überhaupt erst ein Gefühl für ihre individuelle Stimmlage und Stimmhöhe entwickeln, meint Lamprecht.

Zum "Internationalen Tag der Stimme" beantwortet die Stimmtrainerin am Dienstag telefonische Fragen zwischen 15 und 18 Uhr unter der Nummer 0951/2084390.