Wintersport ist gerade für Familien eine durchaus kostspielige Angelegenheit. Vor allem die Ausrüstung ist teuer. Aber gibt es auch kostengünstige Alternativen?

Sparen können Winterurlauber an der Ausrüstung, denn wer nur wenige Tage im Jahr auf der Piste unterwegs ist, braucht keine eigene Skiausrüstung und leiht sich stattdessen die Bretter. Grund: Für Wintersportler, die maximal einmal im Jahr aktiv sind, lohnt sich ein Skikauf kaum. Dies gilt vor allem für Einsteiger, die noch gar nicht abschätzen können, ob sie überhaupt beim Skifahren bleiben.

Wie aber erkennt man einen guten Skiverleih? Hier gibt es einige Tipps zum Ausleihen.

1. Kinder: Gerade für sie macht Leihen absolut Sinn. Einige Sportgeschäfte bieten auch Leasing-Angebote an. Dort können Eltern etwa einen Kinderski kaufen und diesen jedes Jahr für kleines Geld gegen ein passendes Modell eintauschen. Alternativ bieten sich auch Skibasare von Vereinen an, wo günstiges Material erstanden werden kann. Experten raten übrigens, dass Kinder erst mit drei Jahren mit Skiunterricht beginnen sollten. Bis dahin sollten sie lediglich Übungen machen, die auf das Skifahren vorbereiten. Ab fünf Jahren lernen die Kleinen dann das Kurvenfahren, und ab acht folgen erste Sprünge im Snowpark.

2. Fachmann: Richtige Beratung ist besonders wichtig. Nur ein Experte sollte das Material einstellen. Heutzutage werden die Skier nach einer neuen Messmethode vergeben: Dafür sind Alter, Gewicht, Sohlenlänge und Fahrkönnen ausschlaggebend.

3. Kosten: Für das Paar Ski werden pro Tag zwischen 18 und 69 Euro fällig. Grundsätzlich gilt: Je kürzer Skier ausborgt werden, umso teurer kommt es. Aktuell gibt es auch schon Billig-Anbieter, die ab 19 Euro die Woche Skier vermieten. Wie bei Billig-Fliegern ist der Preis bei diesen umso niedriger, je früher gebucht wird.

4. Schuhwahl: Der sollte gut sitzen und darf nicht drücken. Skischuhe zum Leihen sind dagegen häufig ausgeleiert und können keinen guten Halt gewährleisten. Für Anfänger aber empfiehlt sich dagegen ein Leih-Set (Ski, Skischuhe und Helm). Wer weitermachen möchte, sollte sich auf jeden Fall einen eigenen Skischuh zulegen, bevor Skier gekauft werden.

5. Leihskier kaufen: Noch billiger als Mieten ist die Variante, wenn man gebrauchte Ski kauft. Gerade im Netz gibt es Schnäppchen. Hier findet man Skier in gutem Zustand, die oft nach nur wenigen Verleihtagen zum Verkauf angeboten werden. Ein Paar Marken-Ski, die 20 Tage verliehen wurden, werden derzeit statt 379 Euro Neupreis für 183 Euro verkauft.

6. Zuhause leihen: Eine gute Alternative zum Ski-Verleih am Urlaubsort können Geschäfte in der Heimat sein. Dort herrscht mehr Zeit und Ruhe, den Ski richtig einzustellen und die Ausstattung anzupassen, raten Experten. Einziges Manko: Die Ausrüstung muss zum Ferienziel transportiert werden.

7. Ehrliche Einschätzung: Bei der Frage nach dem eignen Ski-Können sollte jeder sich ehrlich beurteilen. Wenn man etwa angibt, ein geübter Fahrer zu sein, aber in Wirklichkeit mehr schlecht als recht die Pisten hinab wedelt, wird niemand mit dem ausgeliehenen Ski echte Freude haben. Einfacher Grund: Skier stellt der Anbieter immer auch auf das Können der Kunden ein.