Eine kleine Spritztour mit dem Auto gegen 23 Uhr ließ für eine Silvesterfeier unter freiem Himmel in der Innenstadt nicht allzu Gutes vermuten. Denn zum einen war es bitter kalt. Je nach Stadtteil bewegte sich die Skala des Wetterthermometers zwischen fünf und acht Grad unter Null. Und zum anderen drohte es entgegen aller Wettervorhersagen wie in dem Jahren zuvor wieder alles andere als eine sternenklare Nacht zu werden.

Ganz im Gegenteil: Tiefe Nebelschwaden hingen über der Stadt und drohten jegliche Aussicht auf ein buntes Feuerwerk im Dunst zunichte zu machen. Auch waren zu jener Zeit wenig Passanten unterwegs.


Der Nebel verzog sich

Je näher jedoch das neue Jahr rückte, desto mehr verzog sich der Nebel und desto mehr Bewegung kam in die Innenstadt. Die meisten Bamberger zog es jedoch erst kurz vor Mitternacht hinaus ins Freie, um dort mit Sekt, Wunderkerzen und Feuerwerk das neue Jahr zu begrüßen.

Rechtzeitig zum Jahreswechsel verzog sich glücklicherweise zudem der Großteil des Nebels, so dass der Blick auf das Feuerwerk nicht ganz so getrübt war.

Auffällig bei den Feierlichkeiten zum Jahreswechsel jedoch waren einige Dinge: zum einen war heuer die Markusbrücke extrem stark frequentiert. Rund um den Kranen, Untere Brücke und Gabelmann hingegen waren es deutlich weniger Feierfreudige als im letzten Jahr.



Gleichzeitig aber wurde wieder mehr geschossen, als in den Vorjahren. Viele Feiernde hätten zudem mehr Polizeipräsenz rund um die Untere Brücke erwartet.

Fest positionierte Streifenwagen waren hier aber ebenso wenig ausfindig zu machen, wie Polizisten in Uniform. Lediglich am Dom standen zwei Streifenfahrzeuge, wohl aber mehr um das Feuerwerksverbot am Domplatz zu überwachen. Und auch an der Markusbrücke war die Polizei mit mehreren Beamten vor Ort. Im Bereich des Gabelmanns und des Kranens begnügten sich die Beamten mit Streifenfahrten.


Gesprengter Briefkasten

Allerdings muss angemerkt werden, dass im letztgenannten Bereich die Polizei scheinbar nicht vonnöten war. Zumindest wurden dieser keinerlei Straftaten gemeldet. Überhaupt feierte Bamberg einmal mehr sehr friedlich - auch zusammen mit einigen Flüchtlingen, die sich besonders am Gabelmann unter die Menge mischten. Lediglich ein Briefkasten wurde gegen 3.30 Uhr in Kramersfeld durch einen Böller beschädigt.

Es war wohl das kalte Wetter, das die Menschenmenge an der Markusbrücke aber auch in der Innenstadt relativ schnell wieder entweder nach Hause oder in eine der umliegenden Kneipen strömen ließ. Selbst an den Glühweinständen am Gabelmann feierten nur einige Hartgesottene weiter. Und gegen zwei Uhr morgens waren die Straßen wieder fast genauso leer wie wenige Stunden vor Mitternacht.