Aufregung in der Bamberger Innenstadt: Laut einer Polizeisprecherin war am Dienstag gegen 12.30 Uhr die Meldung bei der Dienststelle eingegangen, dass ein Mann im Kampfanzug von der Kettenbrücke in Richtung Innenstadt laufen soll. Der 58-jährige Mann war demnach vorne und hinten mit Schildern behangen - mit klarer Botschaft: Laut Polizeisprecherin handele sich um einen "Gegner der Corona-Maßnahmen". Diese Einschätzung nahm die Polizei später zurück: Er habe vielmehr allgemein seine Unzufriedenheit über die derzeit getroffenen politischen Maßnahmen gezeigt - einen direkten Bezug zu den Corona-Maßnahmen habe es nicht gegeben.

Da der Polizei auch mitgeteilt worden war, dass der Mann Messer am Gürtel trägt, kam es deshalb in der Folge zu einem größeren Einsatz mit acht beteiligten Polizeistreifen: Im Bereich der Hauptwachstraße/Promenade war der Gesuchte dann in ein Gebäude gegangen, in dem sich unter anderem Arztpraxen befinden. Dort konnte er aber von den Beamten widerstandslos in Gewahrsam genommen werden, "zur Überprüfung der Person". Vor allem ging es dabei auch um die beiden Messer, die der Mann in Taschen am Gürtel trug.

Nach erster Überprüfung lag strafrechtlich nichts gegen den Mann vor, so die Auskunft der Sprecherin. Der Mann habe weder die Messer in der Hand gehabt noch jemanden bedroht. Überprüft wurde noch, ob die Messer eventuell einen Verstoß gegen das Waffenrecht darstellen: Schließlich wurde festgestellt, dass es sich um legale Outdoormesser handelte.